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Weltweit öffentlich

Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass zur Bewerkstelligung einer klimafreundlichen Transformation technische Lösungen nicht ausreichen. Jetzt schon stört der Klimawandel den fein justierten Organismus der Erde und bringt die biologischen Kreisläufe in unübersehbarer Weise aus dem Gleichgewicht. Auch reicht es nicht, einfach nur auf politische Maßnahmenakzeptanz zu setzen, weil jede Maßnahme in ihrer Reichweite begrenzt und zwangsläufig  unzureichend ist. Dagegen erscheint das Problem riesig: Wie durchbrechen wir den Teufelskreis unserer Lebensweise, mit deren ungewollten Folgen wir die Welt an den Abgrund führen? Wie schaffen wir es, diese Erkenntnis emotional auszuhalten, ohne innerlich zu zumachen und zynisch zu sagen: „Ist sowieso zu spät, kann man nichts mehr tun?“ Sondern zu sagen: “Ich will Teil der Lösung sein!“ und sich aktiv auf den Weg zu begeben.

Immer deutlicher wird, wie wichtig innere Resilienz für uns Menschen in der aktuellen Krisenbewältigung ist. Das gilt für Corona und noch stärker für den Umgang mit dem Klimawandel. Aber wie  innerlich widerstandsfähig werden? Wie werden wir bereit und fähig wirklich wahrzunehmen, was um uns herum geschieht? Wie lassen sich eigene Fähigkeiten so trainieren, dass es möglich wird, das Ausmaßes der drohenden Klimakatastrophe an sich heran zu lassen, in Beziehung zu bleiben, in sich aufzunehmen und das Erleben so konstruktiv zu integrieren, dass eine der Situation angemessene Antwort möglich wird - individuell wie kollektiv?

Diese und ähnliche Fragen werden zur Zeit nicht nur in Deutschland gestellt, sondern auf der ganzen Welt. Als Antworten darauf werden im internationalen Raum, dank digitaler Möglichkeiten in immer größeren Gruppen und über Grenzen hinweg, transdisziplinär Methoden sowie Techniken entwickelt und erprobt, an denen sich auch das CCL-Team beteiligt (hat). Hier eine kleine Auswahl:

1) Die Arbeit des Presencing-Institute von Otto Scharmer am MIT (siehe auch CCL-News vom 16.11.2020)

a) 6-monatiges U-Lab S des Presencing Institute. Nach erfolgreicher Bewerbung nahm das CCL-Team 2019 zusammen mit international über 300 Teams teil. Hier das CCL Teilnahme-Bewerbungsvideo. Und hier der Blog-Beitrag zur CCL-Teilnahme am U-Lab S. Bei damit verbundenen Arbeitstreffen vor Ort in Hannover kamen das CCL-Mitarbeiter*innen-Team und Netzwerkpartner*innen vom Pestel Institut zusammen sowie unter anderem Vertreter von ifeu-Institut, Klima-Bündnis, Karma Konsum Konferenz, Green Music Initiative, Akademie für Visionautik, Kultur des Wandels e.V., Klima u. Energie Effizienz Agentur Kassel und der Transition Town Initiative

b) GAIA Journey des Presencing Institute 2020 mit 40.000 Teilnehmer*innen weltweit. Im Jahr 2020 fand ene Teilnahme einzelner CCL-Teammitglieder an der GAIA Journey des Presencing Institute statt. Tedtalk zur vertieften Info hier und ein weiteres hier.

2) Mehrmonatige Global Social Witnessing Lab-Conference, Universität Witten Herdecke, mit internationalen Referenten aus Wissenschaft, Kunst und Spiritualität, u.a. Otto Scharmer und Thomas Hübl
Von  2019 bis zur online Abschlussveranstaltung im März 2020 war Andrea Steckert Mitglied des ‚Developers Circle‘  

3) Zehntägiger "Collective Trauma Summit 2020: The Power of Collective Healing", mit weltweit über 40 Expert*innen und 108.000 Teilnehmenden. Initiator war das Pocket Projekt, Gründer der Academy of Inner Science Autor und auch CCL-Referent (CCL Video-Session 6) Thomas Hübl mit Team.

[ Geändert: Mittwoch, 18. November 2020, 12:04 ]
 
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Das ClimateCulture-Lab ist mit dabei!

(Klicken zum Vergrößern)

Screenshot des STLMit seiner Change-Management-Methode „Theory U“ hat Otto Scharmer und sein Team einen Handlungsansatz entwickelt, der Führung aus der Perspektive der Zukunft heraus ermöglicht. Die Methode ist  mehrfach preisgekrönt und international verbreitet ODER in Anwendung. Aspekte der „Theory U“ und das U-Modell kommen auch in unseren CCL-Werkstätten zum Einsatz.

Bereits in den vergangenen Jahren hat das am MIT ansässige Presencing Institute, das Otto Scharmer leitet, in regelmäßigen MOOCS (massive Open Online Courses) seine Methoden sehr praxisnah vermittelt – u.a. in Form des Kurses „u.lab – leading from the emerging future“.

In diesem Frühjahr bis Sommer bietet das Presencing Institute exklusiv für NGOs, Unternehmen und Teams, die sich im Nachhaltigkeits-Kontext engagieren, ein neues Format an - das Societal Transformation Lab (STL).

Mehr als 300 Teams aus der ganzen Welt wurden aufgrund ihrer Bewerbungen zur Teilnahme ausgewählt – darunter auch Vertreter*innen aus sehr renommierten Organisationen. Mit dabei ist unser ClimateCulture-Lab! Wir sind gespannt und freuen uns sehr über diese Chance und auf die gemeinsame Reise. Wir möchten den frischen Wind und diese Unterstützung für die Weiterentwicklung des CCL-Projektes nutzen, sowie Erkenntnisse daraus mit der CCL-Community teilen und in unsere Arbeit in den Kommunen einfließen lassen. Wir werden in unseren digitalen Netzwerken und hier auf unserem Blog auf der CCL-Plattform darüber regelmäßig berichten.


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Hintergrund

Was ist das STL?

… eine multi-lokale Innovationsreise für Teams, die weltweit nachhaltigere und gerechtere soziale Systeme mitgestalten. Der jüngste Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC – vereinfacht „Weltklimarat“) weist darauf hin, dass die Menschheit im nächsten Jahrzehnt einen radikalen Wandel von beispiellosem Ausmaß durchlaufen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Dies erfordert eine schnelle und tiefgreifende Veränderung der grundlegenden Denkmuster, die unsere sozialen Systeme stützen. Wie wir diesen Wandel im Denken und Verhalten in einem beispiellosen Ausmaß rasch vorantreiben können, ist die Herausforderung, der wir uns jetzt als Gesellschaft gegenübersehen. Einen Handlungsansatz dazu entwickeln die Expert*innen des STL.


Die Ziele des STL sind für uns:

Im CCL-Projekt mit neuen Herangehensweisen und Methoden

  • die tieferen Kräfte in sozialen Systemen unserer Kontexte verstehen und einbeziehen zu lernen, die entweder Hindernisse, bzw. Herausforderungen oder Hebel für den sozialen Wandel sein können.
  • das „Prototyping“ / Herausarbeiten neuer Wege nachhaltiger co-creativer Zusammenarbeit des CCL in Multi-Stakeholder-Zusammenhängen befördern.
  • gemeinsam das co-creative CCL-Projekt 2.0 entdecken, kristallisieren und verstetigen.


[ Geändert: Mittwoch, 9. Januar 2019, 13:09 ]