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von Marian CCL - Sonntag, 15. November 2020, 23:00
Weltweit öffentlich

Ein „Hoody“, was ist das? Klingt irgendwie gemütlich, wie ein Kuschelpulli. Tatsächlich lehnt sich das Wort an den englischen Begriff „Hood“ (von neighbourhood) an und bezeichnet einen Kiez, in dem man sich zu Hause fühlt. Das Gebiet rund um den Moltkeplatz im Hannoveraner Stadtteil List ist so ein Ort, mit seine wöchentlichen Märkten, mit schön sanierten Altbauwohnungen, netten Geschäften und Kneipen und dem nahen Stadtwald Eilenrenriede. Etwa 4000 Menschen leben hier. Beste Bedingungen also, um hier Anfang 2019 ein Nachbarschaftsprojekt zu starten, bei dem die Bewohner*innen eingeladen waren, gemeinsam und ganz praktisch an zukunfts- und klima- freundlichen Ideen für ihre Wohnumgebung zu arbeiten. Dass es dafür im November 2020 einen Preis geben würde, war für die Initiatorin und Anwohnerin Andrea Steckert und alle Beteiligten eine wundervolle Überraschung.

Anlass, um gerade jetzt und hier aktiv zu werden, war der von der Stadt initiierte Umbau der Moltkeplatzumgebung in den Jahren 2017 bis 2019. Dabei kam auch ein Bürgerbeteiligungsprozess zum Zuge, bei dem Klimaschutz aber nur eine untergeordnete Rolle spielte. Wünsche wie „urban gardening“ oder mehr Gemeinschaftsangebote und Nachbarschaftsaktivitäten fielen unter den Tisch. „Da geht doch mehr“, dachte sich Andrea Steckert und legte zusammen mit der TransitionTown-Bewegung los. Mit Hilfe einer Förderung aus dem „Kurze-Wege“-Topf der NKI entwickelte sie das „Hoody“-Projekt.

Ziel war es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen regelmäßig begegnen und besser kennenlernen können, um über einen längeren Zeitraum hinweg gemeinsam an einer praktischen Kultur der Nachhaltigkeit zu arbeiten. Einfach gesagt: Es ging darum, Leute zusammenzubringen, die Lust hatten, Themen wie Stadtgärtnern, Lastenradbau, Kompostgewinnung und ähnliches in Angriff zu nehmen. Dies sollte durch eine auf zwei Jahre geplante Veranstaltungsstruktur gelingen, allen voran ein sogenanntes Oasenspiel und mehrere Dialogforen.

Natürlich war es anfangs nicht ganz leicht, Freiwillige fürs Mitmachen zu gewinnen. Mit Hilfe von TransitionTown-Mitgliedern, ihrem persönlichen Netzwerk und der Internet-Plattform „meet-up“ kamen aber genug Leute zusammen, die Werbematerialien verteilten und Vorbereitungen trafen. Nach dem offiziellen Projektstartschuß Anfang März und zwei Dialogforen in den folgenden Monaten nahmen die Umsetzungsideen für ein großes Event im Sommer 2019 Gestalt an. 

9 Leute stehen vor dem großen Plakat, das am Boden liegt und das Rad der Nachhaltigkeit zeigt

Leute machen Werbung für das Oasenspiel am Moltkeplatz








Die Beteiligten am Hoody-Projekt hatten sich nicht wenig vorgenommen: vom 29. August bis zum 14. September fand an insgesamt vier Wochenenden das "Oasenspiel“ statt. Damit ist ein niederschwelliges Beteiligungsverfahren in Form eines ganz realen Spiels gemeint, das vom Instituto Elos aus Brasilien entwickelt und zuerst in den Favelas, den brasilianischen Armenvierteln, praktiziert wurde. Seit 15 Jahren wird es erfolgreich in aller Welt angewandt. Vergleichen kann man es ein wenig mit den Zukunftswerkstätten, die man aus Deutschland kennt, nur kommt beim Oasenspiel die direkte praktische Umsetzung der Ideen und die brasilianische Lebenslust dazu.

Sommer, draußen, an einem langen Tisch essen viele LeuteSommer, draußen, an einem langen Tisch essen viele Leute







Wenn man sich die Bilder vom Moltkeplatz im Sommer 2019 ansieht, könnte man an ein Stadtteilfest denken. Das stimmt auch, denn Feiern ist ein wichtiger Bestandteil des Oasenspiels. Schließlich soll Bürgerbeteiligung Spaß machen, denn so werden Beziehungen gestärkt und Energie für weiteres Tun erzeugt.  Trotzdem ist das Spiel viel mehr als nur „Party“ – es ist ein strukturiertes Verfahren, bei dem die Teilnehmenden vom Ist-Zustand ausgehend Träume und konkrete Wünsche zur Gestaltung ihrer Nachbarschaft entwickeln. Während der Spielphasen an insgesamt vier Wochenenden fanden sich kleine Untergruppen zusammen, die auf Basis der entstandenen Fülle an klima-freundlichen und nachhaltigen Ideen in die reale Umsetzung einsteigen wollten.

Viele Leute stehen um eine Kleiderkiste mit T-Shirts und begutachten dieseViele Leute stehen um eine Kleiderkiste mit T-Shirts und begutachten diese







                                                                      Das Ergebnis: Es entstanden eine Stadtgärtnergruppe, eine Upcyclinggruppe, LiLi die Lister Lastenradinitiative, eine „Hoody“-Inspirationsbank, eine mobile Bibliothek der Dinge, eine Aktionsgruppe rund um plastikfreies,  unverpacktes Leben und Plastikmüllsammelaktionen, Online-Austausch zu Permakulturprinzipien und Bokashibau und vieles mehr. Ganz besonders spektakulär und wunderschön: Die Kunstaktion „Licht ins Dunkel bringen“ auf dem Moltkeplatz am 7.09.2019

Nacht, angestrahlte Bäume, Menschen sitzen mit weißen Lampions auf dem MoltkeplatzGanz zufällig hatte Klavierstimmer Hartmut Blanke Kontakt zum Komponisten George Speckert, der gerade an einem Stück über den Amazonas arbeitete. Gern stellte er es für den Abend zur Verfügung. Ein Lichtdesigner steuerte Strahler bei. Ein weiterer Nachbar, selbst Musiker, hatte eine gute Anlage. Von 21.00 bis 21.30 schalteten die Anwohner ihre Lichter aus. Viele von ihnen gingen auf den Platz, nahmen einen der bereitstehenden Lampions und ließen sich auf die persönliche Reflektion über die vielen Möglichkeiten für eine glückliche klimafreundliche Zukunft in ihrer Nachbarschaft ein.

Das Oasenspiel war ein voller Erfolg, an die 150 Menschen hatten daran mitgewirkt, der Grundstein für eine neue Nachbarschaftsgemeinschaft in der List waren gelegt. Bei nachfolgenden Dialogforen wurden die Fortschritte der Aktionsgruppen besprochen und auch ganz allgemein darüber diskutiert, wie sich durch klimafreundliches Handeln im eigenen Alltag der eigene CO2-Fußabdruk sowie der ökologische Rucksack erleichern lassen.

Aber so vielversprechend der Jahresanfang 2020 ausgesehen haben mag – wir wissen alle, was danach kam. Die Corona-Pandemie erschüttete auch den Hoodie-Projektplan. Um geplante Veranstaltungen zu ersetzen, war die Phantasie der Hoodie-Teilnehmenden aufs Neue gefragt. So entstand von März bis Juni das „Molle-Online-Cafe“. Jeweils montags und freitags von 18:00 Uhr - 19:00 Uhr stand ein moderierter Zoom-Raum für Treffen zur Verfügung. Damit konnte das gerade erst geknüpfte Netzwerk am Leben gehalten werden. Die Ausdauer zahlte sich aus. Denn im Sommer legte Hoodie wieder voll mit Aktionen los, diesmal mit neu eingeübten Abstandsregeln. Bei gemeinsamem Freiluftkino mit Filmen über klimafreundliches Leben, der Anpflanzung essbarer Sträucher als Start zur Umsetzung der „Vision Essbarer Stadtteil“ und weiterer Dialogforen lebten die Teilnehmenden von Juli bis September das neu entstandene Gemeinschaftschaftsgefühl.

All diese Aktivitäten erregten die Aufmerksamkeit der Lokalpolitik. „Das Hoody-Projekt bringt beim gemeinsamen Finden von Antworten auf den Klimawandel Freude und Zuversicht zu den Menschen“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Monica Plate. Als Belohnung für das Engagement der Beteiligten verliehen sie und ihre Kollegin, die Bezirksbürgermeisterin Irma Walkling-Stehmann dem Projekt  am 9.11.2020  den  Bürgerpreis 2020 des Stadtbezirks Vahrenwald-List. Natürlich auch zur großen Freude der „Hoodies“. Wiebke Witthuhn, selbst Hoody-Mitarbeiterin, kommentierte freudig überrascht: "Der Bürgerpreis kommt nach einem unter Corona-Bedingungen erschwertem Jahr im richtigen Moment, um die Lister Nachbarschaftsgruppe zusätzlich zu motivieren und in ihren Vorhaben zu stärken.“

Ganz besonders spornt die Auszeichnung auch Klavierstimmer Hartmut Blanke an, der den Preis zusammen mit Projekt-Initiatorin Andrea Steckert entgegen genommen hatte. Nach seinem Einsatz bei der Kunstaktion „Licht ins Dunkel bringen“ hatte sich der Nachbar für das Zustandekommen des „gemeinnützigen Lister Nachbarschafts e.V.“ stark gemacht und bei dem Verein in Gründung den 1. Vorsitz übernommen. Dies geschah in der Absicht, für die Zeit nach dem Auslaufen der NKI-Förderung Ende 2020 vorzusorgen. Ab Januar 2021 werden begonnene Hoody-Aktionen unter dem neuen Vereinsdach fortgeführt und mit Aktivitäten verschiedener anderer Organisationen und Projekte in der List vernetzt oder die bereits begonnene Zusammenarbeit ausgebaut. So kann kommunaler Klimaschutz gelingen!

Andrea Steckert und Hartmut Blanke halten Plakat hoch mit den Worten Klimaneutrale List jetzt machen

P.S. Wer noch mehr wissen will, kann auf der Website und auf Facebook fündig werden:

http://www.hoody-hannover.de

https://www.facebook.com/Hoody-Moltkeplatz-355122401886704
















[ Geändert: Dienstag, 17. November 2020, 14:05 ]
 
Weltweit öffentlich

Eigentlich dachte ich, ganz gut Bescheid zu wissen, was sich alles hinter dem Wort „Klimawandel“ verbirgt. Schließlich ist es in den Medien inzwischen fast allgegenwärtig und ich lese seit einiger Zeit jeden Artikel, der mir zu dem Thema zwischen die Finger kommt. Auch setze ich mich im Studium viel damit auseinander, und empöre mich oft mit Freund*innen darüber, was diesbezüglich politisch alles falsch läuft. Als man mich also dazu einlud, an einem Climate-Collage-Workshop teilzunehmen, erwartete ich nicht wirklich, viel Neues zu lernen. Ich wurde eines Besseren belehrt.

Die Climate Collage, eine Art Gruppenpuzzle-Spiel, wurde ursprünglich von Cédric Ringenbach in Frankreich entwickelt. Sie soll helfen, das Bewusstsein der Menschen für die Problematik des Klimawandels zu stärken. Und damit wirklich etwas in den Köpfen der Leute hängenbleibt, wählte Ringenbach einen spielerischen, interaktiven Ansatz, der die Climate Collage zu einem einzigartigen Tool macht: es eignet sich für alle Altersgruppen, schafft Raum für Kreativität und einen anregenden Austausch mit den anderen Teilnehmenden, und lässt sich durch die Notwendigkeit von Kooperation und kollektiver Intelligenz sogar zu Teambildungszwecken einsetzen.

Aufbau und Ablauf sind dabei ganz einfach: abgesehen von dem aus 40 Bildkarten bestehenden Set braucht es lediglich einen großen Tisch, bedeckt mit einem ebenso großen Bogen Papier, Kleber und Stifte, sowie eine Umgebung, in der man sich ungefähr drei Stunden aufhalten und in angenehmer Atmosphäre unterhalten kann – sei es ein Besprechungsraum, ein gemütliches Café, oder jemandes Wohnzimmer. Jede Bildkarte greift ein Thema auf, das mit dem Klimawandel zusammenhängt – es gilt, die Karten gemeinsam mit etwa zehn weiteren Teilnehmenden und unter Anleitung von geschulten Moderator*innen so anzuordnen, dass die kausalen Zusammenhänge und komplexen Wechselwirkungen deutlich werden, die den Klimawandel verursachen.

Als ich die ersten Karten in Augenschein nahm, war mir nicht so recht klar, wieso wir gebeten worden waren, drei Stunden unserer kostbaren Zeit für den Workshop einzuplanen, denn die Verknüpfungen zwischen der Rodung von Regenwäldern, dem weltweiten Temperaturanstieg und dem Schmelzen der Polkappen erschienen mir ziemlich offensichtlich. Doch dann kamen Karten mit Themen wie Aerosole und Strahlungsantrieb auf den Tisch, und ich verstand nur noch Bahnhof. Glücklicherweise hatten wir Teilnehmenden uns untereinander bereits kennengelernt und konnten die Chemiestudentin in der Runde zu Rate ziehen, die uns die Konzepte etwas näher erläuterte.

Trotz unseres gesammelten Wissens aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, war es ganz schön knifflig die Karten so anzuordnen, dass alle Anwesenden mit ihrer Platzierung einverstanden waren. Wie ist das zum Beispiel mit bewaffneten Konflikten, sind sie Henne oder Ei? Entstehen Umweltschäden durch Kriege, oder sind sie eher eine Folge ebensolcher Schäden, die Menschen in Armut und zur Flucht treiben? Ohne die Tipps und Hinweise unserer Moderatorin hätten wir es ehrlicherweise nicht geschafft, uns in dieser Frage einig zu werden. Das wäre auch nicht wirklich schlimm gewesen, denn das Tüfteln machte allen Spaß und wir unterhielten uns angeregt über die doch sehr verschiedenen Aspekte des Klimawandels, teilten die eigene Perspektive auf die Dinge miteinander und tauschten uns über unsere Erfahrungen mit Kleidertauschparties und Unverpacktläden aus.

Nach drei wie im Flug vergangenen Stunden waren wir dann aber doch stolz, ein fertiges Bild vor uns auf dem Tisch liegen zu haben. Wir nahmen uns die Zeit, unsere Collage schön zu gestalten und schrieben auf, was wir für uns persönlich aus dem Workshop mitnehmen würden. Ich für meinen Teil war, abgesehen von faktisch neuen Erkenntnissen, in erster Linie daran erinnert worden, dass es immer noch etwas zu lernen gibt. Dass es sich lohnt, sich immer wieder neu mit Themen zu beschäftigen, bei denen man eigentlich das Gefühl hat, sie schon unendlich oft durchgekaut zu haben. Dass neue Gesprächspartner, neue Blickwinkel und neue Ansätze immer dafür sorgen, dass sich das eigene Verständnis der Zusammenhänge noch vertieft, man Verknüpfungen stärkt oder neu entdeckt. Und dass dieses tiefere Verständnis schließlich ungemein motivierend für das eigene Handeln ist: ich ertappe mich seitdem tatsächlich seltener dabei aus Faulheit doch mal das Auto zu nehmen oder gehe auch nochmal die Treppe hoch, um mein Holzbesteck noch einzupacken. Denn wenn ich mit dem Gedanken spiele, meinem inneren Schweinehund die Kontrolle zu überlassen, kommt mir sofort die entsprechende Bildkarte aus der Climate Collage in den Sinn und ich denke an die intensive Begegnung mit den anderen Teilnehmenden. Also nehme ich den Schweinehund dann doch eher an die Leine.

Nicht nur auf mich hat der Workshop nachhaltige Wirkung gehabt. Wir ehemaligen Teilnehmenden sind nun dabei, weitere Climate Collages zu planen und uns einen Rahmen zu überlegen, in dem regelmäßige Workshops veranstaltet werden könnten. Denn wir alle würden nicht nur gern selbst noch einmal mitspielen, sondern verspüren außerdem den Wunsch, diese bereichernde Erfahrung mit unseren Freund*innen und Familien zu teilen!

Weitere Informationen und Fotos zu bereits durchgeführten Workshops finden Sie unter http://the-climate-collage.com/


 
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Menschen stehen im Kreis im Ratssaal Viernheim, führen ZweiergesprächeDas Jahresende naht und das CCl hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Am 30.11.2018 fand die erste überregionale CCL-Werkstatt statt. Vor allem aus dem südlichen Teil Deutschlands trafen sich dreißig Teilnehmer*innen im Rathaus Viernheim.

Gemeinsam mit den Referent*innen blickten sie auf Erreichtes zurück und arbeiteten anschließend engagiert an Fragestellungen zum Thema „Kommunikation“. Gleichzeitig eröffnete diese erste Gesamtveranstaltung auch einen neuen Verbreitungskanal: für die Teilnehmenden zweier Online-Hubs wurde unsere Zusammenkunft über das Internet gestreamt.

Hinter den „Überregionalen Werkstätten“ steckt die Idee, ab Beginn des dritten Projektjahrs Erfahrungen aus den vorangegangenen Einzelwerkstätten auszutauschen und zu bündeln sowie sich zu vernetzen und nächste Schritte gemeinsam zu planen. Drei Treffen dieser Art sind vorgesehen - als Veranstaltungsort für das erste hatte sich die südhessische Kommune Viernheim bereit erklärt, die bereits eine Einzelwerkstatt im November des Vorjahres durchgeführt hatte. 2019 werden zwei weitere in der Mitte und im Norden Deutschlands folgen. Die überregionalen Werkstätten entsprechen so der CCL-Logik, bundesweit präsent zu sein und allen Interessierten eine Teilnahme in „ihrer Nähe“ zu ermöglichen.

„Hubs“ – ein brandneues CCL-Format

Ratssaal Vierheim, Mulitmedia-Kamera AufbauWer nicht reisen kann, aber trotzdem am CCL mitarbeiten möchte, hat außerdem die Möglichkeit, parallel zur Gesamtwerkstatt einen sogenannten Online-Hub zu initiieren. In Viernheim wurde dieses neue Format zum ersten Mal erfolgreich getestet. Zu diesem Zweck begleitete uns der Filmdienstleister Andrea Barthel und baute eine beeindruckende Techniklandschaft mit einem Multicamera-Video-Livestream auf.

Die größte Hürde meisterte er gleich zu Beginn. Er hatte die Nerven, Wege zu finden, wie die starke Firewall der Stadt Viernheim, also die digitale Schutzmauer rund um das Rathausnetz überwunden werden konnte. Erst zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn gab es schließlich grünes Licht - die gesamte Veranstaltung konnte von einem angemeldeten Teilnehmerkreis in verschiedenen Städten per Internet mitverfolgt werden. Sie waren zu zwei Gruppen, „Hubs“ gebündelt, die je eigene Fragestellungen bearbeiteten. Die Präsentationen in Viernheim dienten den Hubs zur Inspiration; über eine zusätzliche Videokonferenz-Schaltung war es ihnen außerdem möglich, den Referent*innen Fragen zu stellen oder am späten Nachmittag an der abschließenden Fish-Bowl-Diskussion teilzunehmen.

Einzelwerkstatt-Kommunen präsentieren KlimaKulturwandel-Fortschritte

PosterpräsentationDen inhaltlichen Einstieg in den Tag bildete eine Betrachtung des Themas „KlimaKultur-Wandel“ aus kommunaler Sicht. In vier Poster-Sessions berichteten Vertreter*innen aus Karlsruhe, Wörrstadt, Augsburg und Viernheim, wie es nach den Einzelwerkstätten mit den dort entwickelten KlimaKultur-Ideen weitergegangen war.

Oft befeuerten sie bereits angedachte Vorhaben der Kommune oder gaben zusätzliche Impulse. In Viernheim flossen alle Ergebnisse direkt ins neue Klimaschutzkonzept ein. Auch in Karlsruhe ergänzten CCL-Ideen dieses, so wird nun z.B. vom Umweltamt die Idee der Klimakampagne umgesetzt. Aber auch Initiativen wie das Projekte „Private Klassenfahrten“ profitierten vom klimafreundlichen CCL-Inspirationsschub – dank der Werkstatt fanden sich weitere Partner für die Realisierung eines gemeinsamen Projektanstrags. Manche Projektideen wiederum, wie z.B. das Augsburger Thema „Ökosiedlung im Bestand“ erwiesen sich als die sprichwörtlichen „dicken Bretter“, die zwar wichtigen Gesprächsstoff liefern, deren Umsetzung aber erst sehr langfristig möglich sein wird.

Die CCL-Inspirationen halfen allen, die zum KlimaKultur-Wandel vor Ort beitragen, so das Fazit. Dazu gehören natürlich Akteure wie Agenda 21, Umweltstationen, Kommunale Klimaschutzabteilungen, Energiegenossenschaften, Initiativen zu solidarischer Landwirtschaft, Repair Cafes, Lebensmittelretter, usw. aber auch lokale Beratungsangebote wie der Augsburger „Lifeguide“. Als wichtigster Aspekt wurde immer wieder die Notwendigkeit zur Vernetzung der vielen unterschiedlichen Initiativen genannt, die oft noch zu wenig voneinander wissen und keinen Raum für gemeinsamen Austausch zur Verfügung haben.

Das wichtigste gemeinsame Interesse der etwas dreißig Teilnehmenden der überregionalen Werkstatt Süd in Viernheim galt dem Thema Kommunikation. Mit den drei Referent*innen Tatiana Herda-Munoz, Jan Schwarz und Joy Lohmann waren ausgewiesene Profis vor Ort, deren Kurzreferate zu „effizient“, „kreativ“ und „digital kommunizieren“ die Arbeitsgruppenphase nach der Mittagspause (übrigens mit leckerem veganen Büfett) einleiteten.

Drei kommunikative Schwerpunkt-Themen

Was darf man sich unter diesen verschiedenen Schwerpunkten vorstellen? Effizienz steht für die Kosten-Nutzen-Relation und den rationellen Umgang mit knappen Ressourcen – also mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel erreichen. In seinem Vortrag erläuterte Jan Schwarz vom Klima-Bündnis, wie man mit leicht verständlicher Kommunikation Bewusstsein schafft, Informationen vermittelt und motiviert. Sein Fazit: Effiziente Kommunikation ist verlässlich, baut Vertrauen auf und stärkt die eigene Positionierung.

Frau im Bett in FussgängerzoneIm Gegensatz zu dieser strategischen Perspektive zeigte der Künstler Joy Lohmann in seinem Vortrag, welche Art der Kommunikation die Herzen der Menschen erreicht.

 Zuhören, Humor und eine multisensuelle Ansprache sind sein Geheimrezept. „Was Sie brauchen, ist die positive Verwirrung der Leute, damit Sie ihre Denkmuster erstmal durcheinander schütteln“.
Wie das gehen kann, zeigte er anhand der Aktion „Urban Living Room“. In der Fußgängerzone von Hannover wurde ein Wochenende lang ein Mini-WG-Zimmer aufgebaut, in dem geschlafen, gegessen und gelesen wurde – sehr zur Verwirrung der auf Einkaufsbummel gepolten Passanten. Und schon ging die Kommunikation los…

Für Tatiana Herda-Munoz schließlich stand beim „digital kommunizieren“ im Vordergrund, dass Kommunikation der Zielgruppe etwas bringen, quasi „einen Mehrwert schaffen“ muss. Besonders wichtig war ihr der Unterschied zwischen einer Digitalstrategie und digitalen Tools (Werkzeugen). Für die Strategie nutzt sie die Methode „Design thinking“. In fünf Schritten geht es darum zu verstehen, die Idee zu entwickeln, den Prototyp entwerfen, zu testen und zu lernen und dann erst die endgültige Kommunikationsstrategie festzulegen. Auf diesem Prozess baut dann die Auswahl der digitalen Tools wie Facebook, Instagram usw. auf.

Weitere Stichpunkte zu ihrer und den beiden anderen Arbeitsgruppen sind hier auf unserer Plattform nachzulesen.
Die Ergebnisse des Tages hielt Joy Lohmann im Rahmen seiner zweiten Rolle als Grafiphic Recorder bei dieser Werkstatt an Hand eines großen Kunstwerks fest. Die gesamte Veranstaltung über setzte er Gehörtes und Wahrgenommenes malerisch auf dem Papier um. Wer zusätzlich zum Bild jetzt gern noch mehr wissen möchte, dem seien die zahlreichen Dokumente hier auf unserer Plattform empfohlen. Noch Fragen? Dann freuen wir uns über einen Kommentar hier unter diesem Blog (das können - wie im Netz üblich - nur angemeldete Nutzer*innen)!
Grafische Ideenskizze des Tages
[ Geändert: Mittwoch, 19. Dezember 2018, 10:58 ]
 
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von Marian CCL - Freitag, 25. Mai 2018, 07:17
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In lockerer Reihenfolge stellt CCL an dieser Stelle Inspirationen zum KlimaKulturWandel vor, die Kolleg*innen im Rahmen von NKI-Projekten, der TransitionTown-Bewegung oder einem vergleichbaren Umfeld durchgeführt haben. Dieses Mal präsentieren wir „KlimaKunstSchule“, durchgeführt von BildungsCent e.V.

Alter BH mit Gras gefüllt an Baum gebunden

Foto ©Kultur!ngenieur Felix Liebig

Da staunten die Besucher eines Einkaufszentrums in Hildesheim nicht schlecht. Teenager präsentierten auf dem Laufsteg der Shopping-Mall ungewöhnliche, selbstgeschneiderte Mode: Müll gesäumte Röcke, Kleider aus Duschvorhängen und Packpapier. In Bremen wiederum zogen 35 Schüler*innen als Stadtguerilla durch die Straßen und sprachen Passanten auf den Klimawandel an. Diese und viele andere kreative Ideen entwickelten junge Lernende und stellten sich so der Herausforderung, die Öffentlichkeit auf ihren Umgang mit der Umwelt aufmerksam zu machen.

Selten wurde besser deutlich, wie Kunst den KlimaKultur-Wandel beschleunigen kann. Der Verein BildungsCent e.V. hatte mit Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) 49 Künstler*innen dazu motiviert, in etwa 200 Schulen zusammen mit den Lernenden klimabezogen und kreativ zu arbeiten. Als Input brachten die Kulturschaffenden je einen„artistic seed“ mit, ein kreatives Samenkorn. In ihm steckten überraschende und inspirierende Ideen, was Jede*r zu einer klimafreundlicheren Welt beitragen kann, aber ebenso viele neue Methoden, dies zum Ausdruck zu bringen. Ausgestattet mit diesem neuen Wissen und beflügelt von den Anregungen der Künstler, machten sich die Schüler nun daran, eigene KlimaKunst-Projekte zu entwerfen. Insgesamt beteiligten sich etwa 5000 Lernende und ihre Lehrer*innen an „KlimaKunstSchule.

Menschen in weißen Overalls auf Treppe tragen Bilder

Foto: Schüler*innen der Ida Ehre-Schule, Hamburg © BildungsCent e. V.

Das Ergebnis ist erstaunlich und kann auf der Projekt-Webseite nachgelesen werden: http://klimakunstschule.bildungscent.de/ Dort gibt es das Buch mit allen 49 künstlerischen „artistic seeds“. Aber auch 17 besonders gut gelungene Schülerprojekte sind dort dokumentiert, darunter die oben bereits erwähnten. Was dabei vielleicht am meisten ins Auge springt, das ist das Erstaunen der Lehrer*innen. Denn diese mussten im Verlauf des Projekts zugeben, dass sie ihren Schüler*innen viele der Leistungen nicht zugetraut hätten, ja, dass sie sich nicht einmal vorstellen konnten, dass junge Menschen sich so sehr für das Thema interessieren könnten.

Wenn man den Aufbau des Programms KlimaKunstSchule“ genauer betrachtet, verwundert das unerwartete Engagement jedoch nicht. Denn die initierenden Künstler*innen sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam, sie gingen auf die Bedürfnisse und Bedenken der Lernenden ein und sie brachen auch hin und wieder die Regeln. So aus dem gewohnten Korsett herausgelockt, spürten die Schüler*innen, dass sie tatsächlich gefragt waren. Viele trauten sich zum erstem Mal in der Öffentlichkeit aufzutreten, die Stimme zu erheben, sich selbst zu zeigen. Die Erfahrung der Selbstwirksamkeit ist ein wichtiger Baustein für Motivation. Wichtig war aber auch, dass die Künstler*innen, aber oft auch die Schulen den jungen Leuten den Rücken stärkten. So lässt sich Mut leichter erlernen.

Genau das scheint der Knackpunkt. Es wäre wünschenswert, wenn nicht nur Schulen, sondern auch Verwaltungen sich trauen würden, kunstinspirierte Workshops abzuhalten. Für die klimafreundliche Transformation der Gesellschaft ist Mut und Phantasie nötig, doch das will zunächst im sicheren Rahmen ausprobiert werden können. Das Projekt KlimaKunstSchule erarbeitete eine Blaupause, die zeigt, wie es gelingt, die Komfortzone der eigenen Routine zu verlassen. Künstler*innen haben die Fähigkeit, einen mentalen Raum aufzumachen, der ganz anderen Blickwinkel auf die Welt normal erscheinen lässt. Die direkte Erfahrung einer alternativen „Normalität“ in der Begegnung mit Künstler*innen könnte z.B. auch in Firmen und Verwaltungen ein Funken der spielerischen Entdeckerfreude losschlagen, der die Schüler*innen so beflügelt hat.

Viele Hände mit Eisbällen

Foto: Schüler*innen des Gymnasiums Stift Keppel, Nordrhein-Westfalen © BildungsCent e. V.

Für potentielle Nachahmer bietet KlimaKunstSchule tatsächlich Anregungen. Im zweiten Teil der Dokumentation ist die Umsetzung von Ideen dokumentiert, die einige der Künstler aus den „artistic seeds“ destilliert haben und die ganz unkompliziert nachgemacht werden können. Eine Kostprobe gefällig? Bitteschön: Verkehr ist in Deutschland die Ursache für rund 20% der CO2-Emissionen. Ein Fahrrad-Smartmob im Kreisverkehr erlaubt es Autofahrern, ein paar Minuten nachzudenken. Mit zwanzig oder dreißig Freund*innen ein Weilchen im Kreis fahren und den Verkehr lahmlegen ist ausdrücklich eine Aktion, für die man nie zu alt ist und die garantiert Wirkung entfaltet.

P.S. Die einzelnen künstlerischen „artistic seeds“ und die daraus hervorgegangenen Projekte können in der Projektpublikation "Klimaschutz ist eine Kunst" nachgelesen werden. Der Verein BildungsCent e.V. bietet sie hier zum Download an.

https://klimakunstschule.bildungscent.de/fileadmin/Klimakunstschule/Das_Buch_Download/KlimaKunstSchule-Buch.pdf

Vielen Dank an BildungCent e.V. an dieser Stelle für die Veröffentlichungsgenehmigung der Bilder in diesem Beitrag.

zwei künstlerische Bilder an Bauzaun

Foto: Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Altenholz, Schleswig-Holstein © BildungsCent e. V.

[ Geändert: Freitag, 25. Mai 2018, 07:21 ]
 
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Kuh vor blauem Himmel


Anlässlich der bevorstehenden Karwoche hat das Pestel-Institut für uns berechnet, wie viele Tonnen CO2 in ganz Deutschland allein durch Fleischfasten eingespart werden könnten. Wir wollen das Thema zusätzlich aus einer alltagskulturellen Perspektive aufgreifen und Sie zum Experimentieren einladen.

Als wir laufen lernten und spürten, dass Krabbeln auf Dauer keine befriedigende Lösung ist, haben wir entdeckt: mit einem unerschrockenen Sich-heran-Tasten lassen sich anspruchsvolle Aufgaben meistern. Heute stehen wir vor einer der größten Herausforderungen, die die Menschheit je gekannt hat, dem menschengemachten Klimawandel. Innovative politische Lösungen können ihn vielleicht eindämmen. Aber gleichzeitig ist jeder und jede Einzelne aufgefordert und eingeladen, eigene private Beiträge zu leisten und alte Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Die Frage ist nur immer „Wie mache ich das, wie kann das gehen?

Beginnen wir doch einfach mal spielerisch und wählen eine neue Reiseroute. Ein günstiger Moment für kleine Schritte liegt direkt vor uns: Traditionell steht die gesamte vorösterliche Fastenzeit für Verzicht auf Fleischgenuss. In unserer heutigen, schnelllebigen Zeit fokussiert sich dies auf die letzten sieben Tage vor Ostersonntag, die Karwoche. Wie bereits an anderer Stelle hier auf der Plattform beschrieben. hilft gemüsebasierte, also fleischlose Ernährung dem Klima. Warum also nicht die Karwoche zum Einstieg in ein Lebensstil-Experiment nutzen, oder sogar zum Umstieg auf eine andere Lebensweise, zum Beginn eines eigenen Transformationsprozesses? Geben Sie sich einen Ruck!

Ist der Handlungsentschluss einmal gefasst, stellt sich die nächste Frage: Mit welcher Haltung soll der Ausflug ins Neuland stattfinden? Das Geheimnis liegt wohl darin, sich wirklich auf die Situation einzulassen. Liebe ist bekanntlich das beste aller Antriebsmittel! Beeindrucken Sie sich also mal selbst, experimentieren Sie mit einer machbaren Aufgabe. Setzen Sie sich ein Ziel, über dessen Erfüllung Sie sich wirklich ohne Reue freuen können - wie etwa eine Woche lang vegetarisch zu leben.

Und dann heißt es tatsächlich loslegen. Zum Einstieg hilft z.B. einen Blick auf https://www.klimatarier.com. Dort gibt es Antworten zu vielen Fragen rund um klimafreundliche Ernährung. Einen Klick weiter finden Sie passende Rezepte (hier klicken), die Ihren Gaumen kitzeln und Ihre Geschmacksnerven neu beleben werden (weitere Vorschläge am Ende dieses Beitrags). Mehr Tipps gibt es zusätzlich in unserem Blogbeitrag "Das Kreuz mit dem CO2-Fasten" vom 14. Februar 2018. Schmökern Sie, kombinieren Sie Ihren Speiseplan, gehen Sie dafür bewußt einkaufen, als würden Sie sich die Zutaten für ein Experiment zusammensuchen. Und eventuell feiern Sie dann am Ende dieser Woche Ihr ganz spezielles Transformationsfest.

Vielleicht wollen Sie Ihre Experimentierwoche nicht alleine, sondern mit Gleichgesinnten, der Familie oder Freunden angehen und sich austauschen. Gemeinsam kochen und essen ist so viel einfacher! Der Phantasie für gemeinsame kreative Aktionen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Weitere Anregungen für den eigenen Wandel finden Sie in kleinen Videofilmen hier auf der CCL-Plattform. Hören Sie etwa dem Experten für nachhaltige Entwicklung, Professor de Haan, zu. Er spricht darüber, wie wichtig Wir-Kulturen, also bewusstes gemeinsames Handeln, für das Gelingen von Veränderungsprozessen sind. Außerdem finden Sie dort Anleitungen zur individuellen und gemeinsamen Reflexion neuer Erfahrungen! Dazu zählen auch unterstützende Vorschläge zur Achtsamkeitspraxis. So zeigt Projektleiterin Andrea Steckert beispielsweise im CCL-Bereich „Kreativ-Praxis“, wie Sie ein Logbuch führen und den eigenen Wandel-Prozess wie in einem kleinen Atelier sichtbar machen und verfolgen können.

Und jetzt viel Spaß bei Ihrer persönlichen Karwochen-Aktion. Wir würden uns freuen, wenn Sie hier teilen, wie es Ihnen damit geht – und ob Sie sich eventuell entschließen dauerhaft weniger oder gar kein Fleisch zu essen.

P.S. Hier noch die versprochenen Internetadressen zu weiteren Rezepten und nützlichen Informationen:

1)     Nicht nur ästhetisch unglaublich ansprechende Gerichte rund um die einheimische vegetarische Küche finden Sie hier bei Krautkopf.

2)     Keineswegs nur für Kinder interessant ist das Buch: „Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich“. herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, kostenlos hier zu finden

3)     Hier finden Sie schnell und bequem Bio-Rezepte für die große Tafel (Rezepte für ab 10 Personen):

4)     Und schließlich noch das etwas andere Geschenk für’s Osternest. Verschenken Sie ein noch nicht geschlüpftes Osterei, das Buch "Resteküche" von Daniel Anthes und Katharina Schulenburg , das nur produziert werden kann, wenn es ausreichend Unterstützung findet. Schauen Sie hier rein!

[ Geändert: Mittwoch, 21. März 2018, 12:59 ]