Navigation und Selbstorganisation - Gemeinsam einen neuen Kompass kreieren

Über CCL: ClimateCulture-Lab
Reisestation/Kurs: Video-Sessions
Buch: Navigation und Selbstorganisation - Gemeinsam einen neuen Kompass kreieren
Gedruckt von: Gast
Datum: Freitag, 7. August 2020, 15:05

1. Hintergrundinformationen und Weiterführendes

In Video-Session 2 haben wir die Entwicklung von positiven Zukunftsbildern einer klimafreundlichen und nachhaltigen Kultur erkundet. Solche Visionen besitzen eine Zugkraft, die Menschen motiviert sich auf die „Reise in eine wünschenswerte Zukunft“ zu begeben. Aber selbst wenn der Zielhorizont der Reise, die Reiseziele benannt sind, ist der Weg dorthin noch lange nicht klar…

Gleich den Seefahrern und Entdeckern aus früheren Zeiten braucht es hier Kenntnisse und Fähigkeiten der Navigation. Grundlage ist das Wissen darüber, wo man sich befindet und wo man hin möchte oder muss.

Bei den voraussichtlichen Folgen des Klimawandels gibt es da nicht allzu viel Wahl: Es muss etwas unternommen werden. Daher gilt es den Kurs zu bestimmen und zu halten - selbst wenn wir dabei weitgehend durch unbekannte Gewässer steuern. Es ist ein großes Abenteuer herauszufinden, wie ein bewusster gesellschaftlicher Wandel in Richtung Klimafreundlichkeit und Zukunftsfähigkeit gestaltet werden kann. Vieles können wir auf dem Weg nur gemeinsam ausprobieren und entwickeln. Deswegen ist es auch so wichtig, dass wir uns gemeinsam auf die Reise begeben, uns dabei gegenseitig unterstützen und in Kooperationen mit möglichst vielen und ganz unterschiedlichen Akteuren treten.
Um hier in der Fülle der möglichen Handlungsoptionen die Orientierung zu wahren und gemeinsam einen Kompass zu schaffen, gehen wir in Video-Session 3 folgenden Fragen nach:

  • Wie kann ich alleine und wie wir gemeinsam auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Kultur durch Großteils noch unbekannte Gewässer steuern?
  • Wie können wir auch in den Wogen des Alltags die Navigation bewerkstelligen?
  • Was kann eine Kommune oder eine Region tun, um das selbstorganisierte Navigieren aller Beteiligten zu unterstützen?
  • Welche Navigationswerkzeuge können zur Ausrichtung der Aktivitäten genutzt werden?


2. Gesprächspartner I - Gerhard de Haan

Prof. Dr. Gerhard de Haan ist seit über 20 Jahren in der Bildungs- und Zukunftsforschung aktiv und führte zahlreiche umfängliche Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Er war Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees der „UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005–2014), und ist wissenschaftlicher Berater in dem nachfolgenden „Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung.

Seit 2011 hat er die Professur für „Zukunfts- und Bildungsforschung“ an der Freien Universität Berlin inne und ist außerdem Leiter des Institut Futur, das sich auf drei Kernbereiche fokussiert: 1. die sozialwissenschaftliche Zukunftsforschung, 2. das Lern- und Handlungsfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und 3. die Forschung zu Transfer von Wissen und Innovationen.


Zusammenfassung des Interviews

Die erste Frage nach nützlichen Hilfestellungen und Werkzeugen zu Navigation und Selbstorganisation hin zu einem wünschenswerten Klimakulturwandel beantwortete de Haan zunächst mit einer Gegenfrage: Wer wünscht sich diesen kulturellen Wandel? Sind das nur wenige, die dann andere dazu auffordern und müssen alle mitmachen?

Aus CCL Sicht würden wir natürlich am Liebsten aus voller Überzeugung sagen: Am besten sollten sich alle Menschen den kulturellen Wandel wünschen und motiviert sein ihn zu gestalten. Aber, natürlich kann es im Sinne eines gemeinsamen Kulturenwandels genau darum nicht gehen, diese Haltung anderen überstülpen zu wollen. Auch dann nicht, wenn die Einsicht, dass es den Wandel wirklich braucht, sich nicht von selbst bei allen Menschen einstellen wird.

Die Situation ist vertrackt. Wer sich für Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit einsetzen will, steht nämlich vor einer sehr großen Hürde: Das eigene Engagement liefert im Hier und Jetzt keine sichtbaren Resultate. Bei klimafreundlichem Handeln ist der Blick vielmehr auf den Nutzen für das Ganze und die Zukunft gerichtet. Dies funktioniert nach De Haan dann, wenn wir uns als eine Weltgemeinschaft verstehen. Er bezeichnet das als den großen Schritt, den wir tun müssen: die Entwicklung zu einer Wir-Kultur, die gemeinsam für das Wohl des Planeten wirkt.

Es braucht für klimafreundliches Handeln auch „entgegenkommende Bedingungen“. Als ein Beispiel nennt er, dass man eine erhöhte Nutzung von öffentlichem Nahverkehr nicht in Gegenden erwarten könne, in denen solcher kaum vorhanden ist. Zugleich könne aber eine Kostenbefreiung die Nutzung von öffentlichem Nahverkehr steigern.

Gerhard de Haan gebraucht den Begriff einer Pull-Funktion, d.h. Menschen werden dazu angeregt, bestimmte Handlungen selbst auszuführen. Dem stellt er die Push-Funktion gegenüber, d.h. Menschen werden mit einer Änderung von außen konfrontiert (beispielsweise eine jährliche Reduktion von 1% der Parkflächen für Autos in Innenstädten, die zwar keinen sofort spürbaren Effekt zeigt, aber über die Jahre zu einer deutlichen Veränderung führt).

Navigation hat also nicht nur mit der eigenen Ausrichtung und Steuerung zu tun, sondern hängt auch von Kontextfaktoren ab. Diese wiederum können gesamtgesellschaftlich oder auch für eine spezifische Region festgelegt werden. Hierbei spielt laut de Haan die Partizipationsmöglichkeit1 eine große Rolle.  Denn die Beteiligung sei ein Schlüssel, um verstärkt in die Eigenverantwortung zu kommen und nicht nur darauf zu setzen, dass es Politik und Wirtschaft schon alleine richten werden. De Haan macht hier deutlich, dass in erster Linie Gestaltungskompetenz gefragt ist. Gemeint ist damit die Fähigkeit zu handeln und Veränderung hervorzubringen2

Er rät zugleich zu einer großen Ehrlichkeit, denn man müsse sich schon klar machen, dass es bei klimafreundlichem Handeln auch um Verzicht liebgewonnener Gewohnheiten oder geplanter Vorhaben gehen kann. Jedoch bevorzugt er eine Strategie der kleinen Schritte anstelle eines radikalen Verzichtes. Zunächst solle man den Blick nicht auf die ganz großen Veränderungen richten, sondern sich fragen, welcher Wandel könnte mir persönlich leicht fallen? So mag das für die eine Person der Verzicht auf Fleisch sein, für eine andere der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Am Ende des Gespräches schafft Gerard de Haan ein eindrückliches Bild des KlimaKultur-Wandels: er sei wie ein großes Schiff, das nicht nur die Fahrtrichtung wechseln, sondern auch noch während der Fahrt umgebaut werden muss!

Um dies zu bewerkstelligen braucht es laut de Haan einen mentalen Wandel, ausgelöst durch einen Selbstreflexionsprozess, der unser Verständnis von der Welt und der Verbundenheit mit allen anderen Menschen berücksichtigt. Im CCL sprechen wir hier von der Wichtigkeit der Entwicklung von Wir-Kulturen und dem damit verbundenen inneren Wandel.

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1 Als ein Beispiel wird die Bürgerkonferenz in Neumarkt i.d. Oberpfalz  genannt

Siehe dazu den Text der Rede von Professor De Haan  im Rahmen der konstituierenden Sitzung der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (29.09.2015)

3. Gesprächspartner II - Felix Wagner

Dr. Felix Wagner arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Pestel Institut im CCL. Im Rahmen früherer Forschungsarbeiten hat er untersucht, welche Dynamiken und Prozesse bei der Gestaltung einer Kultur der Nachhaltigkeit von besonderer Bedeutung sind. Hieraus entstand in Zusammenarbeit mit Sandra Mende und Marcus Andreas vom Forschernetzwerk Research in Community (RIC e.V.) das „Rad der Nachhaltigkeit“. Es findet als Orientierungstool und spielerisches Instrument in Forschung und Praxis Verwendung. In den kommunalen Werkstätten des CCL wird das Rad als Werkzeug zur gemeinsamen Bestandsaufnahme und zur Orientierung im KlimaKultur-Wandel vor Ort genutzt.

3.1. Das „Rad der Nachhaltigkeit“ als Kompass für Navigation und Selbstorganisation


Abbildung des "Rad der Nachhaltigkeit"


Das Rad der Nachhaltigkeit kann dabei helfen, sich in dem weiten Feld des KlimaKultur-Wandels zu orientieren. Das Modell basiert auf wissenschaftlicher Forschung1 zu der Frage, wie eine solche Kultur beschaffen sein muss und in welchen Bereichen sich der Wandel dorthin umsetzen lässt.

Das Rad ist in drei Kreise unterteilt: die Ebene der „menschlichen Bedürfnisse“, die Ebene der „Umsetzung“ und die Ebene der „Systembedingungen“.

Ausgangspunkt ist zunächst, dass eine klimafreundliche und nachhaltige Kultur es wie jede erfolgreiche Zivilisation vollbringen muss, menschliche Bedürfnisse ausreichend zu erfüllen. Im Rad ist dies durch acht verschiedene Ausprägungen von menschlichen Bedürfnissen abgebildet.

Gleichzeitig muss eine KlimaKultur aber auch den Bedingungen einer nachhaltigen und klimafreundlichen Gesellschaft nachkommen, dargestellt durch die klassischen Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales (Ebene der Systembedingungen).

In diesem Spannungsfeld, beiden Ansprüchen gerecht werden zu müssen, bewegen wir uns bei der Gestaltung eines KlimaKultur-Wandels. Die Verbindung der Bedürfnisse mit den Bedingungen von Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit entsteht durch die dritte und mittlere Scheibe des Rads, der Ebene der Umsetzung, die folgende Bereiche der Gestaltungsmöglichkeiten umfasst:

a) Soziale Strukturen – Miteinander leben
Dieser Bereich behandelt Fragen folgender Art: Wie leben Menschen zusammen (z.B. Singlehaushalte, kleinfamiliär, in Nachbarschaften, gemeinschaftlich)? Wie sieht dabei eine „Kultur des Zusammenlebens“ aus (Umgang miteinander, Kommunikation, Rituale und Praktiken des Alltags)? Wie ist der soziale Zusammenhalt organisiert und wie entsteht dabei Zugehörigkeit, Verbundenheit und Gemeinschaftssinn? Ist dies getragen von Kooperationen und wie können diese gefördert werden?

b) Technisch – materieller Bereich
Dieser Bereich umfasst alle technologischen Umsetzungen und Innovationen, von Versorgung und Entsorgung, über Mobilität und Produktion, bis hin zur Informationstechnologie. Dazu gehören auch materielle Umsetzungen von Architektur, Siedlungsplanung, Produktgestaltung usw.

c) Kunst und Ästhetik

Gemeint ist hiermit die bewusste Einbeziehung von Kreativität in den Gestaltungsprozess eines KlimaKultur-Wandels, sowohl im materiell-technischen als auch im sozialen Bereich. Sinnliche Erfahrbarkeit von Nachhaltigkeit und die Wahrnehmung ihrer (potentiellen) Ästhetik, auch im Sinne einer Attraktivität von Nachhaltigkeit, stehen hierbei im Fokus. Kunst kann dazu anregen sich sinnlich mit Klimafreundlichkeit auseinanderzusetzten. 

d) Werte und Normen – Kollektive Repräsentationen
Betrachtung der Werte, Normen und Ideale, die dem gesellschaftlichen Sein und Handeln zu Grunde liegen. Welche Weltbilder bestimmen den Umgang mit uns selbst, mit anderen Menschen, mit der natürlichen Umwelt? Welchen Regeln und Mustern folgt der gesellschaftliche Alltag? Wie „ticken“ wir als Gesellschaft?

e) Bildung und Wissen

Welches Wissen brauchen wir für klimafreundliches Handeln? Wie kann eine Gestaltungskompetenz für nachhaltige Entwicklung gelernt werden? Wie kann Erfahrungswissen für KlimaKultur-Wandel anschaulich vermittelt werden?

f) Institutionell – politischer Bereich
Welche Institutionen, welche Art von Governance fördert Nachhaltigkeit? Wie passiert gleichzeitig sinnvolle institutionelle Lenkung und Partizipation von Bürgern? Hierzu gehört auch die Art und Weise der Prozesse von Entscheidungsfindung und Aushandlung verschiedener Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Der Bereich beinhaltet außerdem die Gesetzgebung und Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen.

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1Siehe die Literaturangaben im letzten Kapitel der Handreichung

3.2. Anwendung des Rades der Nachhaltigkeit

Um das Rad als einen Kompass im privaten oder beruflichen Umfeld nutzen zu können, sollte zunächst die Bastelvorlage  ausgedruckt und ausgeführt werden.

Verwendung finden kann das Rad in mehrfacher Weise:


Überblicksfunktion

Mit dem Rad lässt sich vergegenwärtigen, dass der „Spagat“ zwischen menschlichen Bedürfnissen und den Anforderung an Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit geschafft werden muss. Außerdem kann das Rad verdeutlichen, welche Bereiche der Gestaltung dabei eine Rolle spielen. Es ermöglicht somit das Ganze im Blick zu behalten - auch gerade dann, wenn es um die Beschäftigung mit bestimmten Details oder spezifischen Lösungsansätzen geht.

Orientierung und Ausrichtung

In der Gruppe

Alle Personen einer Gruppe können sich auf dem Rad verorten, indem sie angeben mit welchem Bereich (oder auch mehreren) der Ebene der Umsetzung sie beruflich oder privat besonders befasst sind. Handelt es sich um Personen, die noch nicht im Klimaschutz engagiert sind, lässt sich ersatzweise darstellen, für welchen Bereich sie sich am meisten interessieren.

Die Ebene der Umsetzung kann auch dazu dienen gemeinsam herauszuarbeiten, in welchen Bereichen in der Region/der Kommune besondere Schwerpunkte im KlimaKultur-Wandel bestehen. Es kann so auch eine Übersicht entstehen, welche Ansprechpartner und Organisationen sich mit den bereichsspezifischen Themen beschäftigen.

Gleichzeitig kann so auch festgestellt werden, in welchen Bereichen bisher noch wenig passiert, es also einen Bedarf gibt zu handeln oder umgekehrt betrachtet, die größten Potentiale für KlimaKultur-Wandel zu bergen sind.

Als Einzelperson

Auch als Einzelperson lässt sich das Rad als Kompass nutzen. Bei Betrachtung der Ebene der Umsetzung kann man für sich feststellen: In welchen Bereichen liegen meine Interessenschwerpunkte, mein meistes Wissen, meine Kompetenzen?


Anleitung

Drehe das Rad an der Ebene der Umsetzung und bestimme durch bewusstes Aussuchen oder durch Zufall einen Bereich. Nun kannst Du Dir überlegen, was könnte mein nächster Schritt für meinen KlimaKultur-Wandel in diesem Bereich sein? Wer oder was könnte mir dabei helfen?

Finden neuer Lösungsansätze und kreativer Ideen

Da alle drei Ebenen zueinander drehbar sind, können so immer neue Kombinationen entstehen. Ausgehend von einem bestimmten Thema lässt sich so erarbeiten wie die verschiedenen Bereiche des Rads bei einem bestimmten Thema zusammenspielen.


Ein Beispiel zum Thema Mobilität

Ausgangspunkt ist auch hier, dass menschliche Bedürfnisse und Nachhaltigkeit zusammenkommen müssen. Nun kann man ausgehend von dem Bedürfnis d) Autonomie (Menschen wollen selbst entscheiden, wann sie wohin fahren) beginnen die Ebene der Umsetzung zu drehen. Nun lässt sich für jeden oder auch nur für einen bestimmten Bereich feststellen, was gibt es hier für Ansätze oder auch ganz neue Einfälle dieses Bedürfnis in Einklang zu bringen mit den Bedingungen für Nachhaltigkeit. Dies kann im Falle des Umsetzungsbereiches a) Miteinander leben zu Fragen führen, wie kann ein Carsharing-Ansatz betrieben werden, der eben nicht die Autonomie zu sehr einschränkt? Was braucht es dafür an technischen Möglichkeiten (b)? Inwiefern spielt das Auto als Statussymbol eine Rolle (d)? Könnte nicht auch ein total schickes Elektrolastenrad attraktiver sein, zumal es das ganze Fahr- und Stadterlebnis verändert (c)?

Aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten entstehen, gerade auch in der gemeinsamen Diskussion, neue Denkansätze und kreative Ideen.


4. Weiterführende Links und Quellen

Literatur zum Rad der Nachhaltigkeit

Wagner, F. (2012). A Culture of Sustainability. In M. Andreas & F. Wagner (Hrsg.), Realizing Utopia. Ecovillage Endeavors and Academic Approaches (RCC Perspectives, 8/2012, p. 57–69). download

Wagner, F. (2014) Gelebte Versuche einer Kultur der Nachhaltigkeit - Psychologische Aspekte von Ökodörfern als Reallabore der Transformation. Dissertation online

Wagner, F. (2017) Reallabore als kreative Arenen der Transformation zu einer Kultur der Nachhaltigkeit. In J. Reinermann & F. Behr (Hrsg.) Die Experimentalstadt. Kreativität und die kulturelle Dimension der Nachhaltigen Entwicklung. Springer Verlag. S. 79-94.


Ein weiteres Werkzeug, welches als Kompass dienen kann:


Kompass für Gemeinschaftliche Projekt-Entwicklung

Dieses Tool basiert auf jahrelanger Beratungserfahrung in gemeinschaftlichen Projekten und selbstorganisierten Gruppen. Der Kompass arbeitet mit den sieben Aspekten: Individuen, Gemeinschaft, Intention, Struktur, Praxis, Ernte und Gesellschaft. Im Fokus steht hierbei das Gelingen des Zusammen-spiels von Individuen und der Gruppe, so dass alle Beteiligten Zufriedenheit und Verbundenheit spüren und motiviert werden an den Vorhaben dran zu bleiben. Weitere Infos zum Kompass für gemeinschaftliche Projekt-Entwicklung gibt es auf der Webseite.

Praktische Hilfestellungen

Um ein Gespür für die aktuelle Richtung der eigenen Navigation in Sachen CO2-Einsparung zu bekommen, kann es hilfreich sein sich mit einem CO2-Rechner,  wie z.B. dem des Umweltbundesamts zu beschäftigen: http://www.uba.co2-rechner.de

Praktische Hilfen zur Umsetzung der nächsten eigenen Schritte sind zum Beispiel im Buch „Einfach Öko“ vom Markus Franken und Monika Götze (oekom-Verlag) zu finden. Darin sind 200 alltagstaugliche Tipps enthalten, wie umweltbewusstes Leben und Wohnen funktionieren kann, ohne hierbei rigide Vorschriften zu machen.

Auch Petra Pinzler und Günther Wessel beschreiben in ihrem Buch „Vier fürs Klima“ eindrücklich, wie sie als Familie versuchen ihren ökologischen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren. Praktische Tipps wechseln sich ab mit grundlegenden Überlegungen, wie es möglich ist, dass eine Familie wirklich einen Beitrag zum Klimaschutz liefern kann und wie man dabei gute und lebenswerte Kompromisse finden kann. Eine kurze Buchbesprechung und ein Interview mit Petra Pinzler finden sich auf dem CCL-Blog in einem Beitrag von Marian Bichler.

Viele weitere Ideen und Tipps finden Sie außerdem im Inspirations-Glossar der CCL-Plattform



Wir wünschen gute Orientierung und vollen Erfolg bei der Navigation in Richtung einer wünschenswerten Zukunft.

 

Das CCL-Team