Kraft der Vision - Wege in eine enkeltaugliche Zukunft

1. Einführung

Visionen…positive Bilder des Möglichen….treibende Kräfte von Ideen einer klimafreundlichen und enkeltauglichen Zukunft…Wünsche und Träume…

…mit diesen Begriffen eröffnet sich ein sehr weites Feld. Deshalb wollen wir hier in Ergänzung zum Video 2 eine Sammlung von unterschiedlichen Ansichten und Einsichten zum Thema und konkrete Hinweise zur weiteren Beschäftigung mit persönlichen und gesellschaftlichen Visionen bereitstellen.

Visionen können eine Ausrichtung und immer wieder Handlungsimpulse geben, neue oder andere Wege zu beschreiten in eine wünschenswerte Zukunft. Wir leben in Zeiten, die so herausfordernd sind, dass man leicht dazu geneigt ist, die Sinne zu verschließen und sich nicht um all die Schrecknisse kümmern zu wollen.  Auf der anderen Seite besteht auch die Gefahr, angesichts all der notwendigen Änderungen in verschiedensten Bereichen des Lebens und der Gesellschaft, die Orientierung für die nächsten konkreten Schritte zu verlieren. Hier können Visionen Richtungen weisen und uns auf dem Weg hin zu gewünschten Zielen immer wieder neu motivieren. Gerade für die Arbeit im Klimaschutz, die oft wie ein Marathon erscheint, eines sehr langen Atems bedarf und auch immer wieder Rückschläge erleidet, können positive Ahnungen der Zukunft kraftgebend sein.

Gesprächspartner


Für die Videosession 2 haben wir uns als Gesprächspartner Theodor Dierk Petzold gesucht. Der psychotherapeutisch tätige Arzt entwickelte auf Grundlage des Konzeptes von Aaron Antonovsky die Salutogene Kommunikation. Diese spezielle Gesprächsführung ist auf attraktive Gesundheitsziele und hilfreiche Ressourcen ausgerichtet. Ziel hierbei ist es Selbstheilungskräfte anzuregen. Angelehnt an die Systemtheorie wird von einem nichtlinearen, gar einem chaotischen Prozess ausgegangen. Bestimmte Zielvorstellungen („Attraktoren“) bilden hierbei Anziehungs- und Orientierungspunkte auf dem Weg hin zu Gesundheit und einem Gefühl der Stimmigkeit und Verbundenheit. Visionen sind damit Attraktoren und deshalb fanden wir es sehr spannend Theodor Petzold zu diesen Themen zu befragen und herauszufinden, wie sich seine Konzepte auf Themen eines KlimaKultur-Wandels übertragen lassen. Außerdem ist Theodor Petzold auch ein wunderbares Beispiel für einen praktischen Visionär. Seit den 1980ger gestaltet er aktiv aus der Vision einer Naturverbundenheit und Leben in Gemeinschaft heraus das Dorf Heckenbeck und betreibt das Zentrum für Salutogenese. Sein neustes Projekt ist das Kompetenzzentrum für Übergänge (siehe die Beschreibungen am Ende des Textes).