Beiträge von Marian CCL

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Liebe Anna Wetz,

wir haben mal nachgeforscht und zum Thema Energieverbrauch des Internets interessante Infos hinter diesem Link (bitte klicken) gefunden, leider nur auf Englisch. Als Teil dieser Information wird auch darauf hingewiesen, dass einige der Internetgiganten angefangen haben, Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Und das scheint mir dann auch der große Unterschied zum Flugverkehr zu sein: Flugbenzin wird aus Erdöl gewonnen, Strom lässt sich dagegen auch klimafreundlich herstellen. Ein weiterer Grund, warum der weltweite Kohleausstieg so wichtig ist.

Ziemlich spannend scheint mir außerdem die innovative Konferenz "Bits und Bäume" zu werden, die am 17./18. November in Berlin tagt. . Vielleicht haben Sie ja Lust, mal ins Programm zu schaun. Das ist schon ein bisschen das Who's Who sowohl der Nachhaltigkeits- als auch der Digitalisierungsszene, das sich da zum ersten Mal treffen wird. Es gibt einen sehr großen Mix aus den unterschiedlichsten Themen. "Wie also kann Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation der Gesellschaft und des Wirtschaftens beitragen? Wie kann Nachhaltigkeitsdenken die Techie-Szene inspirieren, sodass die Digitalisierung langfristig Bürgerrechte und individuelle Freiheiten garantiert? Wie können beispielsweise Strom aus Erneuerbaren Energien und intelligente Netze mit vereintem Wissen weiterentwickelt werden? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für stabile Tech-Communities? Welche ökologischen Chancen stecken in digitalen Anwendungen etwa für Klima- und Ressourcenschutz? Welche Arten von Digitalisierung stehen diesen Zielen entgegen oder sind gar kontraproduktiv? Wie kann die digitale Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet und zugleich darauf ausgerichtet sein, auf friedvolle Weise die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten zu bewahren?

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Energiefrage hier auch zu Sprache kommt. Auf alle Fälle werde ich da hingehen und hier im CCL auch darüber berichten.

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Nutzerbild Marian CCL
von Marian CCL - Montag, 1. Oktober 2018, 10:17
 
Liebe Oya-Leser*in,
toll, dass Du da bist! Wir vom CCL sind gespannt auf Deine Ideen für ein gemeinsames klimafreundliches Leben. Berichte uns, welche Aktionen Dir wichtig sind - vielleicht finden sich Gleichgesinnte, um sich gemeinsam anzuspornen oder vor Ort ein Projekt zu entwerfen. Oder Du erzählst einfach von einer Handlung, die Dir wichtig ist und inspirierst so Andere lächelnd
Ich mach mal den Anfang. Meine größte Herausforderung bei der Reduzierung meiner CO2-Emissionen war das Thema "Urlaubsreise". Statt nach Dublin und Belfast in Irland und nach Edinburgh in Schottland zu fliegen, habe ich deshalb den Zug, den Bus und die Fähre genommen. Hat jemand unter Euch auch "alternative" Reiseerfahrungen? Vielleicht finden sich ja sogar Leute, die Lust haben, zu dem Thema eine kleine Webseite zu initieren? Antworte einfach auf diesen Post und setze das Gespräch fort.


 

Der Blogbeitrag „Nicht über unsere Köpfe“ hat den CCL-Nutzer Oliver Held zu einem Kommentar inspiriert. Da die Kommentarfunktion beim Blog recht versteckt ist, duplizieren wir seinen Kommentar hier. Und freuen uns auf die Fortsetzung der Diskussion. Wie können sich Bewohner zusammentun, um ihre klimafreundlichen Vorstellungen eines besseren Zusammenlebens umzusetzen?


·  Oliver Held - Fr, 21. Sep 2018, 19:14

Vor mehr als zwanzig Jahren sollte in der Nähe von Mölln ein Endlager für Schlacke aus Hamburg entstehen. Jedoch taten sich die Kreisbewohner zusammen und schufen stattdessen ein Biotop. Infolgedessen war das Thema vom Tisch.

#Braunkohle ist ein anderes Thema, wo ich primär daran denke, ob der Energie-Umsatz einer Fördermaschine und danach der Verbrennung auch staatlich (demokratisch mit allen Abwägungen) kontrolliert und gedrosselt wird? Genauso wie Grundwasser aus dem Möllner Umfeld für einen Großkonzern abgepumpt werden darf. Wird kontrolliert, wieviel abgepumpt werden darf? Geht es denn immer um Einkünfte? Mich interessieren keine Gewinne.

 

Mich interessiert, ob sich jeder selbst versorgen kann. Mit lokalem Trinken, lokalem Essen, lokaler Kleidung (geht das überhaupt?), einer Wohnmöglichkeit(mit lokalen Baumateralien) und der „Energie“versorgung (>Wärme,Strom...< vor Ort?, generelle Versorgung per Desertec?).
Das effektivste/nachhaltigste Wissen sollte dafür frei zur Verfügung stehen.

Rohstoffe im Allgemeinen haben einen Wertschöpfungs-Charakter. Nicht alles darf aber frei verfügbar sein. Ohne Kontrolle!?
Gibt es denn keine staatengemeinschaftliche Regelung, wenn jemand Energie benötigt, derjenige sie auch gerecht bekommt und welche der besten Energie-Träger dafür genommen werden sollte?

Wo bleibt da das Netzwerk an Kompetenzen?
Jede App beinhaltet eine halbwegs gute KI/EI mit Belohnungsprinzipien und Folgen-Visualisierungen(für Böden,Gesundheit,Klima).
Jedes Konstrukt (nennen wir es Firma) dient doch einer Aufgabe.

Wenn die Bewältigung (zur SImplifizierung von Prozessen, oder First-Class-Essenz-Schaffung) jedoch zuviel „frisst“ und die Arbeiter keinen Mehrwert schaffen können...
Brauchen wir dann diese Maschinerie?

 

Ich habe mich seit langem schon mit der Idee der Weltformel beschäftigt.
Dem zu Grunde liegt mein Verständnis von Einfachheit. Dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Also, was brauchen wir zum ÜberLeben? Zum angenehmen „Ach, wie schön ist es hier....“-Leben? Die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Teilhabe, Wachstum(im Köperlichen und geistigem Sinne) und Gesundheit. Es ist also recht einfach oder? Thema Braunkohle—>?

 

Wer möchte diese Energie-Maschinerie mit Braunkohle dort unterstützen? Der braucht nichts zu tun. Einfach ignorieren. Und die Verträge unangetastet lassen.

Wer es jedoch nicht tolerieren kann und noch zu wenig über die Verflechtungen und Machtverhältnisse (gegenseitige Erpressungen etc pp.) weiß,
Sollte sich schlau machen, die Konzerne studieren, befragen und zur Not auch Boykottieren.
Stellt die richtigen Fragen. Einfach.



 

Der Blogbeitrag "Spätlese" hat den CCL-Nutzer Oliver Held zu einem Kommentar inspiriert. Da die Kommentarfunktion beim Blog recht versteckt ist, duplizieren wir den Kommentar samt Antworten hier. Und freuen uns auf die Fortsetzung der Diskussion. Was ist Ihnen in diesem Sommer aufgefallen, wovon Sie dachten: "Das hat jetzt wirklich eine neue Qualität. Hier zeigt sich der Klimawandel in einer Weise wie kaum/nie zuvor."

Avatar Oliver HeldOliver Held - 18. Aug, 21:27
Wir haben in diesem Jahr in Mölln eine wunderbare Ernte. Nun ist es aber keine Art die in unseren Breitengraden ursprünglich anzufinden ist. Der Pfirsich. Wahrlich köstlich. Wir haben einen Baum der sehr viele Früchte trägt. Nun schenken wir unserer Nachbarschaft alle, die wir nicht alleine verkosten können. Es ist ein Zeichen, welches ich als bedenklich sehen kann. Nicht nur die Tomaten sind ohne viel Wasser bei uns geschmacksintensiv gereift (keine Hybriden/ mehrjährig) sondern auch andere Arten. Der Wein entwickelt sich auch bald.
Avatar Oliver HeldOliver Held - 18. Aug, 21:31
Das Wasser wurde nur vom Regen gespeist(Grauwasser), welcher selten aber drei mal in diesem Sommer passierte. Es war zu trocken. Unsere Rasenfläche ist in besorgniserregenden Farben zu sehen. Die Versteppung ist auch im Kleinst-Quadranten „Privatgarten “spürbar.
Nutzerbild Claudia SchuryClaudia Schury - 21. Aug, 09:32
Hier in Frankfurt sind die Pfirsiche so klein wie in keinem Jahr zuvor und die Äpfel, die wir sonst gegen Ende September ernten, fallen in Notreife schon jetzt alle vom Baum.
Viel beunruhigender finde ich aber die Kommentare der Gartennachbarn wie "Auch das werden wir überleben." oder "Naja, so was kann schon mal vorkommen."


 

Lieber Andreas,

Deine Frage treibt viele Menschen um. Wir wissen, wir müssten handeln, "wir tun ja auch was" --- aber wir spüren es nicht. Statt dessen spüren wir die Resignation angesichts der kaum zu bewältigenden Aufgabe, und das zieht einen dann einfach nur noch runter. Wie findet man aus dieser Resignation heraus? Ich finde, dass sich in der Resignation, so dumpf sie sein mag, ein sehr kostbares und stimmiges Gefühl verbirgt, die Trauer. Denn es ist tatsächlich an der Zeit zu trauern. Der Klimawandel zeigt jetzt schon seine Folgen. Unsere Jahreszeiten spielen verrückt, es gibt viel mehr Stürme. Und wie Du sicher weißt, stehen die Ursachen des Klimawandels, wie etwa die industrielle Agrarproduktion, in enger Verbindung mit anderen Veränderungen der Natur. Das Verschwinden der großen Vogelschwärme, das Tierleid in vielen der großen Ställe bei der Massentierhaltung, das Sterben der Korallenriffe usw. Wenn ich mir das so vorstelle, spüre ich einen Faustschlag im Magen. Ich meine: dieser Trauer können wir nur gemeinsam begegnen.

Aber wo ist dieses "wir"? Ein "wir" entsteht, wenn mehrere Menschen etwas zusammen machen. Aber warum sollte man das tun, wenn eh alles umsonst ist? Meine Antwort lautet: Um unser Selbst willen! Wenn wir in der Resignation verharren, wenn wir die Trauer nicht spüren wollen, wenn wir sie betäuben mit Konsumbelohnungen - dann verlieren wir den Kontakt zu uns selbst und zu unserer eigenen Lebendigkeit. Ich glaube, dass an dieser Stelle tatsächlich Ehrlichkeit und Mut gefragt sind. Ehrlichkeit den eigenen Gefühlen gegenüber und der Mut sie ernst zu nehmen. Um dann zu sagen: "Ich lasse die Ausreden nicht gelten." Wenn ich wirklich spüre, wie es um unsere Erde bestellt ist, dann muss ich handeln. Egal, ob ich mir Erfolg ausrechne. (An dieser Stelle gehe ich nicht drauf ein, wieviel Unvorhergesehenes in der Erdgeschichte schon geschehen ist...)

Und dann kommt das Dritte: der Sinn entsteht beim Tun. Man muss wirklich anfangen, das ist wie beim Sport. Dass der Körper stärker wird und wie sich das anfühlt, merkt man nur, wenn man trainiert. Man muss es konsequent tun --- und so den Mut haben ein Beispiel zu setzen. Wie das gehen kann, haben Petra Pinzler und Günther Wessel in ihrem neuen Buch "Vier fürs Klima" beschrieben. In ihrem Erfahrungsbericht erzählen sie von ihren Zweifeln und ihrem Scheitern an den eigenen Ansprüchen. Aber sie erzählen eben auch davon, das nur durch das Tun ein neues Gefühl entsteht, eine neue Art sich selbst in der Klimawandel-Wirklichkeit einen eigenen, nicht resignierenden Platz zu erobern.

Also: Den Mut haben die eigene Trauer zu spüren, den Mut haben Ausreden nicht gelten zu lassen und den Mut haben anzufangen. Ich weiß, das ist nicht einfach. Aber beim Sport fängt man ja auch nicht mit einem Marathon an, sondern mit ein paar Gymnastikübungen. Deine Kolleg*innen haben ja schon einen Schritt gemacht. Das ist toll. Der nächste Schritt wäre, sich selbst ein privates Ziel zu setzen: vielleicht weniger konsumieren? Mehr Fahrrad fahren? Nicht völlig gedankenlos zum Shopping nach London fliegen? Gemeinsam drüber sprechen, dass man aus der Resignation raus will, dass man etwas ändern will, dass man zusammen handeln will - auch wenn es schwer fällt. Viele Tropfen machen einen Ozean. Über Deine Antwort hier im Forum würde ich mich freuen. Viele Grüße von Marian CCL


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