Beiträge von Marian CCL

Fasten ist zur Zeit (fast) in aller Munde. Klassischerweise ging es früher nicht nur um den allbekannten Fleischverzicht, sondern um Buße,  innere Reinigung und "Umkehr". Neudeutsch: Um ein Überdenken des eigenen Lebensstilwandels. Der Brauch geht zurück auf das Konzil von Nicäa im Jahr 325, das den Ostertermin immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festlegte. Davor sollte eine 40-tägige Fastenzeit liegen. Gefastet wurde unter anderem mit Wasser und Brot. Manche würden heute dazu "Detox" sagen.

Wir vom CCL ClimateCulture-Lab möchten ebenfalls zu einem Lebensstilwandel inspirieren, diesmal unter dem Vorzeichen Klimaschutz. Dies steht natürlich in direkter Verbindung zum respektvollen Umgang mit der Natur - und damit mit sich selbst. In der zweiten Woche wird es darum gehen, das eigene Essverhalten aufmerksam zu reflektieren und gegebenenfalls umzustellen. Dabei können folgende Fragen helfen:

  • Was bedeutet (kein) Fleischkonsum für mich?
  • Welche Nahrung tut mir wirklich gut? (Tipp/Kriterium: Wenn man nach einer Mahlzeit Sodbrennen/Völlegefühl hat, tut einem das Gericht nicht gut.)
  • Was braucht es, damit ich regional und saisonal im März esse? Geht das überhaupt, und wenn, wie?
  • Gibt es Momente, in denen ich achtlos Essen in mich hineinstopfe? Warum?

  • Wie kann ich so leben, dass ich keine Lebensmittel wegwerfe?
  • Welches Verhältnis habe ich zu Fastfood?
  • Möchte ich wirklich marktbeherrschende Lebensmittelkonzerne wie Nestlé mit meinen Einkäufen weiter unterstützen? Zu dem Thema gibt es den immer noch hochaktuellen Film "We feed the World", der als DVD oder als Stream erhältlich ist.
Und jetzt ist an Dir! Was sind Deine Kriterien für Nahrung, die Dir und dem Klima guttut? Welchen klimafreundlichen Ernährungsbeitrag leistest Du in Woche 2? Wir freuen uns auf Deine Diskussionsbeiträge hier im Forum!

Von Karfreitag bis Ostern feiern Christen das Fest von Jesu Christi Leiden, Sterben und Auferstehung. Wer mit Religion nichts am Hut hat, kann Ostern als das Ereignis sehen, bei dem die Ankunft des Frühlings, ja die Erneuerung der Natur, fröhlich begrüßt wird – und das schon seit Tausenden von Jahren. Fasten ist eine in vielen Kulturen erprobte Methode, um sich auf die leichten Frühlingsgefühle einzustimmen, die den Neuanfang begleiten. Der vorherige siebenwöchige Verzicht auf genüsslichen Konsum hilft inneren Ballast loszuwerden und den Geist zu klären.

Wir vom CCL ClimateCulture-Lab wollen den Zeitraum von Aschermittwoch bis Ostersonntag dazu nutzen, um hier jede einzelne Motto-Woche mit einem Diskussionsimpuls zu begleiten.

In der Einstimmungswoche wird es darum gehen, die eigenen Zielsetzungen besser zu erkennen und sich zu fragen:

  • Was ist mir in meinem Leben wirklich wichtig. Warum?
  • Welche Rolle spielt Klimafreundlichkeit dabei? Ich beobachte in dieser Woche mein eigenes Verhalten und mache mir ggf. Notizen. Wie lenke ich mich vom Wesentlichen ab? Auf welche Ersatzbefriedigungen greife ich immer wieder zurück? Was möchte ich daran ändern? Warum?

  • Was brauche ich, um fastend gut durch die nächsten Wochen zu kommen?

Und jetzt ist an Dir! Wie stimmst Du Dich auf eine Fastenwoche ein? Was bedeutet es für Dich, sich auf das Wesentliche zu besinnen? Wie geht das? Wir freuen uns auf Deine Diskussionsbeiträge hier im Forum!

Liebe Anna Wetz,

wir haben mal nachgeforscht und zum Thema Energieverbrauch des Internets interessante Infos hinter diesem Link (bitte klicken) gefunden, leider nur auf Englisch. Als Teil dieser Information wird auch darauf hingewiesen, dass einige der Internetgiganten angefangen haben, Strom aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Und das scheint mir dann auch der große Unterschied zum Flugverkehr zu sein: Flugbenzin wird aus Erdöl gewonnen, Strom lässt sich dagegen auch klimafreundlich herstellen. Ein weiterer Grund, warum der weltweite Kohleausstieg so wichtig ist.

Ziemlich spannend scheint mir außerdem die innovative Konferenz "Bits und Bäume" zu werden, die am 17./18. November in Berlin tagt. . Vielleicht haben Sie ja Lust, mal ins Programm zu schaun. Das ist schon ein bisschen das Who's Who sowohl der Nachhaltigkeits- als auch der Digitalisierungsszene, das sich da zum ersten Mal treffen wird. Es gibt einen sehr großen Mix aus den unterschiedlichsten Themen. "Wie also kann Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation der Gesellschaft und des Wirtschaftens beitragen? Wie kann Nachhaltigkeitsdenken die Techie-Szene inspirieren, sodass die Digitalisierung langfristig Bürgerrechte und individuelle Freiheiten garantiert? Wie können beispielsweise Strom aus Erneuerbaren Energien und intelligente Netze mit vereintem Wissen weiterentwickelt werden? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für stabile Tech-Communities? Welche ökologischen Chancen stecken in digitalen Anwendungen etwa für Klima- und Ressourcenschutz? Welche Arten von Digitalisierung stehen diesen Zielen entgegen oder sind gar kontraproduktiv? Wie kann die digitale Gesellschaft demokratisch und gerecht gestaltet und zugleich darauf ausgerichtet sein, auf friedvolle Weise die Grundlagen unseres Lebens auf diesem Planeten zu bewahren?

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Energiefrage hier auch zu Sprache kommt. Auf alle Fälle werde ich da hingehen und hier im CCL auch darüber berichten.

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Community -> Community-Forum -> Ideen der Oya-Leser*innen

von Marian CCL -
Liebe Oya-Leser*in,
toll, dass Du da bist! Wir vom CCL sind gespannt auf Deine Ideen für ein gemeinsames klimafreundliches Leben. Berichte uns, welche Aktionen Dir wichtig sind - vielleicht finden sich Gleichgesinnte, um sich gemeinsam anzuspornen oder vor Ort ein Projekt zu entwerfen. Oder Du erzählst einfach von einer Handlung, die Dir wichtig ist und inspirierst so Andere lächelnd
Ich mach mal den Anfang. Meine größte Herausforderung bei der Reduzierung meiner CO2-Emissionen war das Thema "Urlaubsreise". Statt nach Dublin und Belfast in Irland und nach Edinburgh in Schottland zu fliegen, habe ich deshalb den Zug, den Bus und die Fähre genommen. Hat jemand unter Euch auch "alternative" Reiseerfahrungen? Vielleicht finden sich ja sogar Leute, die Lust haben, zu dem Thema eine kleine Webseite zu initieren? Antworte einfach auf diesen Post und setze das Gespräch fort.

Der Blogbeitrag „Nicht über unsere Köpfe“ hat den CCL-Nutzer Oliver Held zu einem Kommentar inspiriert. Da die Kommentarfunktion beim Blog recht versteckt ist, duplizieren wir seinen Kommentar hier. Und freuen uns auf die Fortsetzung der Diskussion. Wie können sich Bewohner zusammentun, um ihre klimafreundlichen Vorstellungen eines besseren Zusammenlebens umzusetzen?


·  Oliver Held - Fr, 21. Sep 2018, 19:14

Vor mehr als zwanzig Jahren sollte in der Nähe von Mölln ein Endlager für Schlacke aus Hamburg entstehen. Jedoch taten sich die Kreisbewohner zusammen und schufen stattdessen ein Biotop. Infolgedessen war das Thema vom Tisch.

#Braunkohle ist ein anderes Thema, wo ich primär daran denke, ob der Energie-Umsatz einer Fördermaschine und danach der Verbrennung auch staatlich (demokratisch mit allen Abwägungen) kontrolliert und gedrosselt wird? Genauso wie Grundwasser aus dem Möllner Umfeld für einen Großkonzern abgepumpt werden darf. Wird kontrolliert, wieviel abgepumpt werden darf? Geht es denn immer um Einkünfte? Mich interessieren keine Gewinne.

 

Mich interessiert, ob sich jeder selbst versorgen kann. Mit lokalem Trinken, lokalem Essen, lokaler Kleidung (geht das überhaupt?), einer Wohnmöglichkeit(mit lokalen Baumateralien) und der „Energie“versorgung (>Wärme,Strom...< vor Ort?, generelle Versorgung per Desertec?).
Das effektivste/nachhaltigste Wissen sollte dafür frei zur Verfügung stehen.

Rohstoffe im Allgemeinen haben einen Wertschöpfungs-Charakter. Nicht alles darf aber frei verfügbar sein. Ohne Kontrolle!?
Gibt es denn keine staatengemeinschaftliche Regelung, wenn jemand Energie benötigt, derjenige sie auch gerecht bekommt und welche der besten Energie-Träger dafür genommen werden sollte?

Wo bleibt da das Netzwerk an Kompetenzen?
Jede App beinhaltet eine halbwegs gute KI/EI mit Belohnungsprinzipien und Folgen-Visualisierungen(für Böden,Gesundheit,Klima).
Jedes Konstrukt (nennen wir es Firma) dient doch einer Aufgabe.

Wenn die Bewältigung (zur SImplifizierung von Prozessen, oder First-Class-Essenz-Schaffung) jedoch zuviel „frisst“ und die Arbeiter keinen Mehrwert schaffen können...
Brauchen wir dann diese Maschinerie?

 

Ich habe mich seit langem schon mit der Idee der Weltformel beschäftigt.
Dem zu Grunde liegt mein Verständnis von Einfachheit. Dem kleinsten gemeinsamen Nenner.

Also, was brauchen wir zum ÜberLeben? Zum angenehmen „Ach, wie schön ist es hier....“-Leben? Die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Teilhabe, Wachstum(im Köperlichen und geistigem Sinne) und Gesundheit. Es ist also recht einfach oder? Thema Braunkohle—>?

 

Wer möchte diese Energie-Maschinerie mit Braunkohle dort unterstützen? Der braucht nichts zu tun. Einfach ignorieren. Und die Verträge unangetastet lassen.

Wer es jedoch nicht tolerieren kann und noch zu wenig über die Verflechtungen und Machtverhältnisse (gegenseitige Erpressungen etc pp.) weiß,
Sollte sich schlau machen, die Konzerne studieren, befragen und zur Not auch Boykottieren.
Stellt die richtigen Fragen. Einfach.