Shoebag

Seit 1996 bedient die Desingerin Astrid Jansen mit ihrem gleichnamigen Label sowie mit dem Label Playbag einen internationalen Kundenstamm. Ihre Spezialität ist das Upcycling. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus den englischen Worten für „hoch“ und „Wiederverwertung“ und betont die stoffliche Aufwertung von Abfallprodukten und vermeintlich nutzlosen Stoffen. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien und verringert damit Energieverbrauch, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Treibhausgasemissionen. Es können sich beliebig viele Werteketten (die Stufen des Transformationsprozesses, die ein Produkt oder eine Dienstleistung durchläuft, vom Ausgangsmaterial bis zur endlichen Verwendung) aneinanderreihen. Je länger das Produkt im Kreislauf gehalten wird, umso wertvoller ist es im klimafreundlichen Sinne.

Seit 2009 sorgt der „Shoebag“ von Astrid Jansen für Furore. Das Kunstwerk, beziehungsweise die Handtasche, besteht aus einem ausrangierten Damenschuh und aus ausrangiertem Sitzmöbel-Leder. Das Objekt ist ein Beispiel dafür, dass durch Kreativität die übliche Wertekette verlängert werden kann. Es gab mehrere Ausstellungen, regional und international, die das Objekt zeigten. Der “Shoebag“ ist unter anderem im Virtual Shoe Museum zu sehen und wurde im GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig und in der Cheongju International Craft Biennale 2013 in Korea ausgestellt.

Weiterführende Links

Astrid Jansen

Shoebag auf der Biennale in Südkorea

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