Solidarische Landwirtschaft Darmstadt

Im Herbst 2011 hat sich die SoLaWi in Darmstadt gegründet. Ihre Vision ist es, eine Vielfalt an frischen, gesunden Lebensmitteln aus der Region zu beziehen und es gleichzeitig den LandwirtInnen zu ermöglichen, weitestgehend frei von kapitalistischen Zwängen und somit wirklich nachhaltig und bedarfsorientiert zu wirtschaften.

Durch das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft kommen die ErzeugerInnen der Nahrungsmittel mit den VerbraucherInnen zusammen. Sie entscheiden basisdemokratisch, was im folgenden Jahr angebaut wird und kalkulieren die Kosten. Die Gruppe der KonsumentInnen steuert, meist im Voraus, die erforderlichen Mittel bei und wird dafür das ganze Jahr über mit Gemüse und anderen Hoferzeugnissen versorgt. Risiken wie Missernten werden in gemeinschaftlicher Verantwortung getragen. Überschüsse, wie sie im jetzigen System die Regel sind, werden vermieden – ebenso wie lange Transportwege mit all ihren Implikationen. Die Solidarische Landbewirtschaftung ist grundsätzlich nicht profitorientiert, sondern kostendeckend. Die Produkte werden in Depots in der Stadt für die KonsumentInnen zum Abholen bereitgestellt. Des Weiteren wird den KonsumentInnen bewusst, was zu welcher Jahreszeit in Deutschland überhaupt angebaut werden kann. In Darmstadt kann man sich als KonsumentIn und als ProduzentIn beteiligen.

In Darmstadt ist SoLaWi Teil der Transition Town Bewegung. Ferner gibt es ein loses deutsches Netzwerk von Gruppen Solidarischer Landwirtschaft. Die Idee entstand in den 1980er Jahren im deutschsprachigen Raum sowie in den USA, ausgehend von den Landwirten Trauger Groh und Robin Van En.

Für den/die TeilnehmerIn der Umfrage war das Beispiel insbesondere aufgrund seines sozialen Charakters wichtig, da viele gleichgesinnte Menschen für andere, die weniger Geld haben, mit bezahlen. Aus anderen Bereichen würde er/sie dies nicht kennen, weil jede/r nur noch „mit ausgefahrenen Ellenbogen“ hantiere.

Dem Projekt treten Menschen mit gemeinsamen Werten und Visionen bei, und dadurch entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, insbesondere durch den stark lokalen Bezug. Stärkere Bewerbung des Projektes würde dem Thema noch mehr Aufmerksamkeit geben und auch Menschen dafür interessieren, die sich bislang nicht mit konventioneller Landwirtschaft und ihren Folgen etc. auseinandergesetzt haben. Das Projekt ist eine Low-Tech Solution, mit einem gewissen organisatorischen Aufwand und nötigem landwirtschaftlichem Know-How.

Weiterführende Links

solawi-darmstadt.de

Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

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