Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


Alle Kategorien

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ALLGEMEINE BEISPIELE

Anthropozän Projekt

Das Anthropozän-Projekt versteht sich als kulturelle Grundlagenforschung mit Mitteln der Kunst und Wissenschaft. Initiator ist das Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Mit dem Projekt soll das Konzept „Anthropozän“ des Chemikers und Nobelpreisträgers Paul J. Crutzen bearbeitet werden, der auch die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Kern seiner Aussage ist, dass unsere Vorstellung der Natur überholt ist, da der Mensch die Natur formt. Wir leben demnach in einem neuen geologischen Erdzeitalter. Diese Hypothese kündigt nicht nur einen Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften, sondern auch in Kultur, Politik und Alltag an.

Das transdisziplinäre Anthropozän-Projekt spürt deshalb zwei Jahre lang (10.01.2013 - 31.12.2014) mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln den mit dem Konzept des Anthropozän verbundenen neuen Positionierungen des „Menschlichen“ nach. Welches sind „blinde Flecke“ und unbeabsichtigte (soziale) Nebenwirkungen dieses Modells? Wie neuartig ist die Aufhebung des Gegensatzes von Mensch und Natur tatsächlich? Ist es noch möglich, in Begriffen wie „künstlich“ und „natürlich“ zu denken? Was bedeutet es für unser anthropozentrisches Selbstverständnis und unsere Zukunft, wenn die Natur menschengemacht ist? Welche Auswirkungen hat die Vorstellung von bis in den letzten Winkel der Welt wirksamen Erdveränderungen auf global-politische Entscheidungsfindungen? Und welches Menschenbild fordert die Idee einer menschengemachten Natur heraus?

Das Anthropozän-Projekt nähert sich diesen Fragen mit Dialogen, Erzähl-Inseln, Keynotes, künstlerischen Interventionen, Lecture Performances, Roundtables, Research-Foren, Konzerten, Installationen, Filmen, Gameshows, Ausstellungen, Konferenzen und vielem mehr. Das Projektprogramm ist vielfältig und besteht aus unterschiedlichen Themenblöcken, die in verschiedenen Projektwochen bearbeitet werden wie z.B. „Unmenschliche Musik“ oder „The Whole Warth“. Dem/der TeilnehmerIn der Umfrage ist insbesondere das Plakat „Ist das Anthropozän schön?“, welches oben zu sehen ist, in Erinnerung geblieben.

Weiterführende Links

Anthropozän-Projekt im Netz

Rezension über die Ausstellung "The Whole Earth"



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Grüne Städte - Zeitreise 2030


Die Erlebnisausstellung „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ war eine interaktive Ausstellung mit Blick in die Zukunft, sehr plastisch, mit vielen Zukunftsbildern und Anregungen, lebendig und unterhaltsam, provokativ, teils stark überzeichnet und entsprechend anregend. Die Ausstellung war Teil des gleichnamigen Projektes, das der Wissenschaftsladen Hannover e.V. mit dem Stadtteilzentrum Freizeitheim Vahrenwald unter der Schirmherrschaft des Politikers Hermann Scheer zwischen 2010-2012 durchführte.

Das Projekt „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ gliederte sich in drei aufeinander aufbauende Stufen (Konzept-, Gestaltungs- und Pilotphase). Den Kern des Projektes bildete der Entstehungsprozess der Ausstellung. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen entstand eine lebendige Zukunfts-Welt, erfunden von der „Generation Morgen“ gemeinsam mit WissenschaftlerInnen, UnternehmerInnen und anderen gesellschaftlichen VisionärInnen. Hier zeigte sich, dass im Bereich Lebensstilwandel die Einbindung von „Laien“ wichtig ist. Mitmachen konnten Jugendliche ab der 8. Klasse sowie einzelne TeilnehmerInnen ab 16 Jahren.

Über 150 Jugendliche gestalteten die Erlebnisausstellung. Leitmotiv war eine nachhaltige Stadtentwicklung, die sogenannte „Grüne Stadt“. Dazu wurden Texte geschrieben, Spielsequenzen entworfen, Videos gedreht und Audio-Podcasts gesprochen. Es wurden Informationen in unterschiedlichsten Medien aufbereitet und mit anderen Exponaten für die Ausstellungs-Welt zur Verfügung gestellt. Das Projekt aktivierte die Jugendlichen für das Thema Zukunft und Umwelt und förderte ihre Schlüsselqualifikationen sowie Gestaltungs- und Handlungskompetenzen. Politische Beteiligung, interkultureller Austausch und kreative Prozesse wurden durch die qualifizierenden Inhalts- und Methodenworkshops ermöglicht.

Die Ausstellung zum Mitmachen konnte von September bis November.2011 im Freizeitheim Vahrenwald von BesucherInnen ab 14 Jahren besucht werden. Jede/r BesucherIn machte seine/ihre eigene Zeitreise und erlebte Zukunft im Spannungsfeld eigener Bedürfnisse und Zukunftsbilder.

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Heiliges Feuer – Schamanen und Älteste für die Welt

Eine Prophezeiung, die seit Jahrtausenden von den Stammesältesten der Inuit überliefert wird lautet: „Eines Tages, wenn die Welt es am meisten braucht, wird das heilige Feuer zu den Menschen auf dem Gipfel der Welt zurückkommen.“ Erst in den letzten Jahren wird der Sinn dieser Überlieferung mit Blick auf die Klimaveränderung deutlich. Dass das Eis schmelzen und in Grönland das Feuer wieder mit Holz entfacht werden kann, statt wie bisher mit dem Öl der Robben. Und dass die Bäume wieder mannshoch und höher wachsen werden. Kalaallit Nunaat, altnordisch „Graenland“, wird laut dieser Prophezeiung wieder ein grünes, fruchtbares Land werden.

Der Schamane Angaangaq Angakkorsuaq führte gemeinsam mit Schamanen und Ältesten aus allen Kontinenten sowie ca. 100 Weltbürgern die Zeremonie des heiligen Feuers durch, um auf die Bedeutung des Klimawandels aufmerksam zu machen. Ihre Botschaft ist liebevoll und mahnend: Wir müssen uns auf neue klimatische Bedingungen einstellen, uns an die Gegebenheiten der Erde anpassen und es gibt nur einen Weg diesen Veränderungen zu begegnen – den Weg des Herzens.

Die AutorInnen des Bildbandes beschreiben in eindrucksvollen Dokumentarfotos und kurzen Texten die Teilnehmenden sowie die Vorbereitungen und Durchführung dieser Zeremonie zum Klimawandel, welche in der beeindruckenden Landschaft Grönlands stattgefunden hat. Es handelt sich um ein junges, historisches Ereignis. Die spirituelle Bedeutung des Klimawandels steht hier im Mittelpunkt.

Die Zeremonie wird in ihrem Anliegen und Verweis auf den globalen Kontext für den Leser nachvollziehbar. Es wird verdeutlicht, dass die gesamte Menschen und jeder einzelne Teil eines Kreises sind, der kein Anfang und kein Ende hat. Die physische und die spirituelle Fähigkeit der Menschheit werden auf eine Stufe gesetzt. Eine Notwendigkeit, um den Herausforderungen, die der Klimawandel uns abverlangen wird, zu bestehen. Gleichzeitig bietet sie eine positive Perspektive, so die Schamanen. Die Menschheit bereitet sich darauf vor unter gleichgewichtiger Einbindung seiner physischen und geistigen Fähigkeiten auf eine neue Entwicklungsebene zu gelangen.

In den Bildern und Texten werden die einzelnen Vertreter der Volksgruppen als eindrucksvolle Persönlichkeiten vorgestellt und deren Botschaft im Kontext weitreichender historischer Entwicklungen und Traditionen sichtbar gemacht. Das Buch erlaubt den Lesern anhand der beschriebenen Personen, persönlicher Begegnungen und des Ereignisses eine vorsichtige Annäherung an weltumspannende, spirituelle Fragen des Klimawandels. Der/die LeserIn wird als Mensch und Teil dieser Weltgesellschaft angesprochen.

Die Finanzierung und Umsetzung der aufwendigen Zusammenkunft (enorme Reisekosten der geistigen Führer) gelang, nachdem lang geplante und sicher geglaubte Finanzierungen über große Institutionen scheiterten, letztlich durch die Initiative und den tatkräftigen Einsatz einzelner Personen. Erfolgsfaktor und Basis der Organisation war ein Beziehungsnetzwerk aus ehemaligen SchülerInnen des Initiators..


Literatur

Sven Nieder, Angela Babel, Angaangaq Angakkorsuaq, Dr. Christoph Quarch: Heiliges Feuer (ISBN 978-3-89901-356-6)

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Klimapark Rietberg

Der Klimapark Rietberg ist ein fester ansprechender Ort, in dem interessante Praxisbeispiele zur Nutzung regenerativer Energien vorgestellt werden. Der /die TeilnehmerIn der Umfrage erwähnt Probefahrten mit verschiedenen E-Fahrzeugen. Der Park bietet Bildungsangebote für Kinder und Erwachsene und zeigt Möglichkeiten auf, was jede/r Einzelne zum Schutz des Planeten tun kann. Der Klimapark wurde am 11. Juli 2013 offiziell als UN-Dekade Projekt Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Auch die Energieberatung durch die Verbraucherzentrale findet dort statt sowie verschiedene andere Veranstaltungen.

Der Klimapark befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, so konnte das Gelände einer neuen Nutzung überführt werden.

Der Park ist ganztägig und ganzjährlich geöffnet, man kann ihn individuell nutzen oder eine Führung in Anspruch nehmen. Der Park und die Führungen sind kostenpflichtig, um einen Teil der Finanzierung des Parks zu gewährleisten.

Die Aussteller im Klimapark sind gleichzeitig Projektpartner und stellen die Ausstellungsgegenstände zur Verfügung.

Der Park zeigt mit welchen technischen Möglichkeiten Nachhaltigkeit und Klimaschutz verfolgt werden können. Der Park gibt Orientierung und bietet Identifikationsmöglichkeiten. Für die Durchführung des Projektes Klimapark ist Expertenwissen notwendig. Bislang hatte das Projekt eine große politische Reichweite (Besuche von Renate Künast, Peter Altmaier) und scheint bei den BesucherInnen beliebt zu sein.

Der Park ist ein gutes Beispiel für die Neunutzung einer Fläche sowie den Vorteil eines festen und angenehmen Orts für Veranstaltungen und Praxisbeispiele rund um das Thema Klima.

Weiterführende Links

klimapark-rietberg.de

Schlagwörter:
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Klimareise

Im Sommer 2013 wurde auf Initiative der Agentur Matahina Interior Styling und der Fotografin Marén Wirths das Kunstprojekt „Klimareise“ durchgeführt, das die fotografische Darstellung der Aktualität des lokalen Klimaschutzes und -wandels aus Sicht der KölnerInnen und an Kölner Beispielen zum Ziel hatte. Die Fotos verdeutlichen kreativ die Wechselwirkungen des Klimas in den Themenfeldern Natur/Umwelt, Mobilität/Verkehr, Kunst/Kultur und Gebäude/Architektur.


Das Projekt „Klimareise“ sollte insbesondere die unmittelbar Projektbeteiligten aber auch die AusstellungsbesucherInnen durch fotografische und pädagogische Interaktion zum Umdenken, positiven Handeln und Mitmachen im Sinne des lokalen Klimaschutzes anregen. Der/die TeilnehmerIn der Umfrage betont, dass insbesondere durch den künstlerischen Aspekt das Thema Klimaschutz viele Menschen erreichte.

Finanziert wurde das Projekt durch das Programm KlimaBausteine, das 2011 durch den KlimaKreis Köln GmbH ins Leben gerufen wurde. Der KlimaKreis wiederum ist eine Allianz aus 21 Klima- und Energieexperten namhafter Institutionen aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden im Raum Köln.

Erfolgsfaktoren des Projektes waren laut dem/r TeilnehmerIn der Umfrage die Projektfinanzierung, Begeisterung und künstlerische Aktion der Ideengeberin, sowie Übertragung ebensolcher Begeisterung und Aktion auf alle Mitwirkenden, sodass ein Umdenken und Handeln im Sinne des Klimaschutzes erreicht werden konnte. Sicherlich ist auch der Fokus auf das Lokale ein Erfolgsfaktor, da es ermöglicht das globale Thema Klima auf Manifestationen vor Ort herunterzubrechen. Das Projekt zeigt weiter, das kreatives Arbeiten im Klimaschutz entsprechende Netzwerke vor Ort benötigt.


Weiterführende Links

http://www.koeln-kann-nachhaltig.de/tags/ausstellung/

Schlagwörter:
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