Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


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ALLGEMEINE BEISPIELE

Umwelthauptstadt Hamburg

Der „Zug der Ideen“ war eine Ausstellung in Containern zum Umweltschutz in Hamburg, die aufzeigte was jeder Einzelne beitragen kann. Diese war laut Zeitungsbericht sehr erfolgreich. Die Ausstellung wurde in 18 weiteren Städten gezeigt, vor allem im europäischen Ausland.

Es gab über 2000 Veranstaltungen, die anhand eines eigenen Leitfadens „nachhaltig“ durchgeführt wurden. Der Leitfaden ist zum freien Download verfügbar. Ferner wurde ein Logo für umweltfreundliche Veranstaltungen geschaffen. Das Logo durften 70 Veranstalter führen. Der Veranstaltungskalender steht im Umweltportal Hamburg weiterhin zur Verfügung.

112 Umwelttouren wurden angeboten. Mit dem Faltplan der „Hauptstadttour – Hamburg für Umweltentdecker“ ist es auch heute noch möglich einen kleinen Stadtrundgang zu machen, und die Umwelthauptstadt kennenzulernen. Darüber hinaus lassen sich auf drei GPS -Touren ganz individuell Natur-Highlights entdecken.

Zentrale Anlaufstelle der Umwelthauptstadt Hamburg war ein Infopavillon zwischen Hauptbahnhof und Kunsthalle. Eine Dauerausstellung erklärte den BesucherInnen, was hinter dem Titel Umwelthauptstadt steckt, was Hamburg bereits im Umweltschutz erreicht, und welche Ziele sich die Stadt für die Zukunft gesetzt hat. Darüber hinaus fanden Wechselausstellungen zu verschiedenen Umwelthemen statt. Für Schulklassen gab es im Infopavillon spezielle Führungen. Neben dem Infopavillon am Hauptbahnhof gab es weitere Infopoints in Hamburg und der Metropolregion. Sie blieben auch nach 2011 bestehen.

Des Weiteren gab es verschiedene Aktionen und Projekte wie z.B. die Spendenaktion „Mein Baum – Meine Stadt“ oder das Umwelt-Partnerschafts-Projekt 2011, das im Juni 2010 startete.

Der/die TeilnehmerIn der Umfrage fand bemerkenswert, dass die Aktionen die Bevölkerung mit einem Augenzwinkern informierten, ohne erhobenen Zeigefinger. In Erinnerung geblieben ist ihm/ihr das Jahr der Umwelthauptstadt aufgrund witziger Sprüche auf öffentlichen Mülleimern, die dort noch immer zu lesen sind.

In einem Zeitungsartikel wird bezweifelt, ob die Stadt Hamburg seit 2011 tatsächlich viel im Umweltbereich geleistet habe, trotzdem hätte das Jahr der Umwelthauptstadt einen Beitrag zur öffentlichen Bildung hinsichtlich Umweltschutz geleistet und es auch geschafft, nicht nur die BürgerInnen sondern auch die Unternehmen mit ins Boot zu holen.

Das Projekt Umwelthauptstadt schafft kollektive Werte und Visionen, bietet Orientierung und auch Identifikation mit der eigenen Stadt. Dies trifft insbesondere deshalb zu, da auch Dinge hervorgebracht wurden, die über 2011 hinausreichen.

Weiterführende Links
hamburg.de/umwelthauptstadt/
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ANGEWANDTE KUNST

Earth Hour

Die Earth Hour, vom World Wide Fund for Nature initiiert, ist eine erfolgreiche, weltweite Umweltschutzaktion, die 2013 eine Rekordbeteiligung verbuchen konnte. Millionen Menschen schalteten eine Stunde lang zur gleichen Zeit ihr Licht aus. Durch das Abschalten der Beleuchtung wird ein Zeichen gegen Energieverschwendung und für den Klimaschutz gesetzt. Die Aktion fand 2013 bereits zum siebten Mal statt. Beeindruckend ist für viele BesucherInnen vor allem, wenn unzählige Sehenswürdigkeiten 60 Minuten lang im Dunkeln versinken. Dies wurde auch von den TeilnehmerInnen der Umfrage genannt, die sich auf Aktionen in Marburg und Frankfurt am Main bezogen.

An der Earth Hour 2013 waren in Deutschland 144 Städte beteiligt. Die Marienkirche in München, der Kölner Dom, die Skyline Frankfurts, das Landgrafenschloss, die Elisabethkirche und das Rathaus in Marburg und vieles andere blieben für eine Stunde im Dunkeln.

An der Earth Hour kann sich jede/r BürgerIn individuell beteiligen indem er/sie das Licht abschaltet. Durch solche gemeinschaftlichen, etablierten Aktionen im Klimaschutz, kann ohne viel Aufwand Bewusstsein geschaffen werden. In Frankfurt wurde letztes Jahr die Earth Hour im Rahmen des Programms Frankfurt spart Strom vom Städtischen Energiereferat mitorganisiert. Diese nutzten ihre langjährigen Kontakte zu BesitzerInnen und MieterInnen der Frankfurter Hochhäuser sowie ihre kurzen Wege zu den Zuständigen für die Beleuchtung städtischer Immobilien, um einen möglichst großen Teil der Stadt abzudunkeln. Ohne ihre Einbindung wäre die „Abdunkelung“ der Stadt sicherlich nicht so effektvoll gewesen.

Kommunen oder andere Akteure können zudem durch parallele Aktionen vor Ort eigene Klimaschutz-Botschaften vermitteln und lokale Akzente setzen, die den BürgerInnen im Gedächtnis bleiben. Die Stadt Frankfurt zum Beispiel führte auf dem ebenfalls abgedunkelten Platz vor dem Frankfurter Rathaus eine Mitmachaktion durch. Alle TeilnehmerInnen an der Earth Hour Frankfurt wurden eingeladen, sich persönliche Maßnahmen für den Klimaschutz zu überlegen und diese schriftlich festzuhalten. Somit wollten die Veranstalter erreichen, dass das Engagement für den Klimaschutz über die Earth Hour hinausreicht. Diese persönlichen Vorsätze von FrankfurterInnen wurden auf Papiertüten geschrieben, mit einer Kerze gefüllt und zum Windlicht umfunktioniert. 1800 Windlichter wurden so aufgestellt, dass sie die Frankfurter Skyline nachbildeten. Die einzelnen Vorsätze wurden fotografiert und können auf der Webseite der Stadt Frankfurt angeschaut werden.

Weiterführende Links

Earth-Hour 2013

Earth-Hour in Frankfurt 2013


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Klimakochbuch der BUND-Jugend

Dieses Buch ist eine gute Mischung aus Infomaterial und Kochrezepten. So kann das erlangte Wissen zum klimafreundlichen Kochen direkt umgesetzt und für den Alltag übernommen werden. Der/die Umfrage-TeilnehmerIn fand bemerkenswert, dass man doch so viel im Bereich Ernährung tun kann, um dem Klimawandel ein wenig entgegenzuwirken: „In Erinnerung geblieben ist mir das Buch, weil es illustrativ sehr schön aufgemacht und neben Fakten und Daten eben auch die praktische Umsetzung liefert. Mein heutiges Einkaufsverhalten ist sehr von diesem Buch geprägt.“

Unsere Ernährung erhitzt die Atmosphäre stärker als der gesamte Transportsektor. Doch Jeder und Jede kann in der Küche ganz leicht zur kulinarischen Rettung unseres Planeten beitragen. Wie das geht, zeigt das Klimakochbuch verständlich und anschaulich. Mit einfachen Rezepten, die auf die Vielfalt regionaler (Bio-) Produkte setzen und auch mit weniger Fleisch und ohne Flugmangos auf der kulinarischen Höhe unserer Zeit sind. Gewürzt mit fundierten Artikeln von Klimaexperten, die erklären, warum unsere Ernährung dem Klima schadet, und einfachen Tipps, die konkreten Wege aus dem Ernährungs-Dschungel in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufzeigen.

„Die BUND-Jugend zeigt mit Rezepten, dass wir beim Kochen dem Klimakollaps entgegenwirken können. Die Autoren haben viele Daten zusammengefasst und Texte verfasst, die es leicht machen, umweltbewusstes Kochen und Essen lustvoll umzusetzen“ (aus Essen und Trinken 03/2010).

„Mit seinem Wortwitz, wunderschönen Illustrationen und kurzweiligen Infotexten ist das Buch viel zu schade, um im Küchenregal unter einer Fettschicht zu verstauben. (...) So lassen sich hoffentlich auch Sojaskeptiker davon überzeugen zum „Retter der Tafelrunde“ zu werden“ (Pharmazeutische Zeitung; 5.11.09).

Initiiert und finanziert von BUND Jugend. Das Buch bezieht sowohl Experten (Fachwissen Ernährung/Transport/Emissionen) als auch Laien (Lieblingsrezepte von Jedermensch) mit ein. Das Kochbuch ist überall erhältlich, nicht teuer und nett gestaltet.

Weiterführende Links

klimakochbuch.de/


LandArtWorkShop

Der LandArt-Workshop ist Teil des Projektes PermaKulturRaum Göttingen und fand bislang einmalig im April 2013 statt.

Im Workshop ging es darum, den TeilnehmerInnen ihr eigenes Verhältnis zur Natur bewusst werden zu lassen und diese Einstellung durch den künstlerischen Umgang mit Naturmaterialien auszudrücken. Bemerkenswert war für den /die TeilnehmerIn der Umfrage die Arbeit an der eigenen Einstellung und deren Manifestation mit persönlich ausgesuchten Materialien und Strukturen aus Natur und Landschaft. Laut dem/r TeilnehmerIn der Umfrage waren besonders beliebte LandArt Themen Klimaschutz und Klimaerwärmung.

Laut Webseite ist LandArt „Kunst in der Natur mit Material aus der Natur. Wir arbeiten mit dem, was wir finden – Äste, Blätter und Steine – an dem Ort, den wir uns aussuchen. Wir wollen den Naturraum mit allen Sinnen wahrnehmen und ihn kreativ und spielerisch verwandeln. Einfache Übungen und Aufgaben unterstützen dich dabei, deine Kreativität zu entdecken. Du brauchst keine künstlerischen Vorkenntnisse, aber Lust auf neue Erfahrungen und Freude daran, die Zeit unter freiem Himmel zu verbringen.“

Ideengeber ist das Plenum des Projekts PermaKulturRaum. InitiatorInnen sind Annemarie Prell und Uwe Scheibler. Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit dem Künstler-Duo „Kunst und Draußen“ statt. Das Projekt wurde durch die TeilnehmerInnen finanziert. Als Erfolgsfaktoren nennt der/die TeilnehmerIn der Umfrage: Überzeugende Präsentation des Vorhabens, gute Vorbereitung, gute Laune der TeilnehmerInnen.

Interessant ist die Kooperation des PermaKulturRaums mit der Universität Göttingen. Ähnliche Kooperationen sind auch in anderen Städten denkbar.

Weiterführende Links

kunst-und-draussen.jimdo.com

permakulturraum.de/


Nordbahntrasse Wuppertal

Das Projekt beinhaltet den Umbau einer stillgelegten Bahntrasse in einen Fuß- und Radweg in der Stadt Wuppertal. So soll die Nordbahntrasse eine ökologische Alternative zum privat genutzten PKW und zum öffentlichen Nahverkehr bieten. Gleichzeitig werden so Ingenieurbauwerke (Ende 19 Jh.) erhalten und können weiter als Wahrzeichen der Stadt positiv nach außen wirken. Zudem erhoffen sich die InitiatorInnen weitere positive soziale und wirtschaftliche Auswirkungen, z.B. Integration von Stadtbezirken mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen sowie Eröffnung von Wachstumspotenzialen entlang der Strecke.


Bei diesem Projekt ging der Anstoß von BürgerInnen aus, die sich 2006 in dem Verein „Wuppertalbewegung e.V.“ zusammenschlossen und auch die Anschubfinanzierung für das Projekt organisierten. Er wurde von 21 BürgerInnen gegründet und zählt mittlerweile (Stand August 2011) über 3500 aktive UnterstützerInnen. Das Projekt wird nun in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal umgesetzt.


Der/die Umfrage-TeilnehmerIn, der/die dieses Projekt vorstellte, wertet starke Protagonisten, Bürgereinbeziehung, politischen Willen und das Durchhaltevermögen aller Beteiligten als wichtige Erfolgsfaktoren. Ferner sei auch die künstlerische Gestaltung von Brücken und Trassenabschnitten sowie Aktionen wie der „Tanztunnel“ wichtig für die Motivierung und Aktivierung der BürgerInnen der Stadt sowie aktive Nutzung der neu gewonnenen Fläche. Interessant ist auch die vom Verein angebotene Möglichkeit, Trassenpatenschaften zu übernehmen. Dies umfasst nicht nur einen möglichen finanziellen Beitrag sondern auch Prüfung des Abschnitts auf Mängel und Gefahren, auf Wildwuchs und Graffiti, sowie die Entwicklung von Projekten auf und mit der Trasse, somit ist eine kontinuierliche Einbeziehung der BürgerInnen gewährleistet.


Das Beispiel bietet den BürgerInnen der Stadt Wuppertal Orientierung und Identifikationsmöglichkeiten und lässt sie ihren Handlungsspielraum erkennen.


Weiterführende Links

wuppertalbewegung-ev.de



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