Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


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LITERATUR

Point of View: Landschaft verstehen

Die Publikation erschien anlässlich des Kooperationsprojektes Points of View – ein Partnerprogramm der Bundesregierung im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 im Rahmen des 550-jährigen Jubiläums der Albert-Ludwig Universität Freiburg.

Wie kann das Bild einer Landschaft wahrgenommen, verstanden und interpretiert werden? Diese zentrale Frage unserer technisch-wissenschaftlichen Lebenswelt suchen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen gemeinsam einer Antwort näher zu bringen: Mit einer Fachtagung an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg, einer Ausstellung im städtischen Kunsthaus L6 und einer Exkursion in den Schwarzwald. Die Publikation dokumentiert die wissenschaftlichen Analysen und Befunde der Tagung und die künstlerischen Annäherungen und Setzungen. Sie ist daher zugleich Tagungsband und Ausstellungskatalog und unterstreicht die Möglichkeit gemeinsamer wissenschaftlicher und künstlerischer Bearbeitung einer wachsenden Herausforderung: der Gestaltung verantwortlicher Weltverhältnisse.

Klimaschutz verändert unsere Landschaft und Weltverhältnisse in gestaltender Art und Weise.

Kapitel: Landschaft und ihre verborgene Nutzung. Einbindung der Wasserkraftanlagen zur Stromerzeugung der Schluchtensee AG im südlichen Schwarzwald.

Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre fand ein Paradigmenwechsel statt, der eine Verschiebung von einer technikdominierten, hin zu einer ökologisch orientierten Auffassung der wasserbaulichen Aufgabe zur Folge hatte. Es gelang eine technische Nutzung in einer intakten Kulturlandschaft, die grundsätzlich akzeptiert wird. Es wird festgehalten, dass die Energieerzeugung aus Wasserkraft gerade aus Sicht 2008 eine umweltverträgliche Energie ist, die aus unserer Kulturlandschaft gewonnen wird.

Kapitel: Neue Kulturlandschaften – Konflikt mit der Tradition.

Untersucht werden die vielfältigen Dimensionen von Landschaft. Der Autor kommt zu dem Fazit, dass es vonnöten ist, sich auf Neues einzustellen, dabei Altes, ja Archaisches einzubeziehen und Kontinuität zu wahren bzw. zu schaffen; neue Funktionen für Vertrautes zu suchen, sich dem Klimawandel in aller Konsequenz zu stellen; viel mehr Mut zur stilvollen Gestaltung zu zeigen. Damit sich lokal und regional eine je eigene Dynamik, eine Vielfalt von Lösungen entfalten kann, benötigen wir, so der Autor, mehr Gestaltungsspielraum, welche die Politik liefern müsse. Dann würden sich Anspruchsgruppen wiederfinden und für den Naturschutz allemal etwas herausspringen.

Literatur

Richard Schindler, Jörg Stadelbauer, Werner Konold (Hrsg.): Points of View: Landschaft verstehen - Geographie und Ästhetik, Energie und Technik (ISBN 978-3-937014-57-9)


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MEDIENKUNST

Anthropozän Projekt

Das Anthropozän-Projekt versteht sich als kulturelle Grundlagenforschung mit Mitteln der Kunst und Wissenschaft. Initiator ist das Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Mit dem Projekt soll das Konzept „Anthropozän“ des Chemikers und Nobelpreisträgers Paul J. Crutzen bearbeitet werden, der auch die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Kern seiner Aussage ist, dass unsere Vorstellung der Natur überholt ist, da der Mensch die Natur formt. Wir leben demnach in einem neuen geologischen Erdzeitalter. Diese Hypothese kündigt nicht nur einen Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften, sondern auch in Kultur, Politik und Alltag an.

Das transdisziplinäre Anthropozän-Projekt spürt deshalb zwei Jahre lang (10.01.2013 - 31.12.2014) mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln den mit dem Konzept des Anthropozän verbundenen neuen Positionierungen des „Menschlichen“ nach. Welches sind „blinde Flecke“ und unbeabsichtigte (soziale) Nebenwirkungen dieses Modells? Wie neuartig ist die Aufhebung des Gegensatzes von Mensch und Natur tatsächlich? Ist es noch möglich, in Begriffen wie „künstlich“ und „natürlich“ zu denken? Was bedeutet es für unser anthropozentrisches Selbstverständnis und unsere Zukunft, wenn die Natur menschengemacht ist? Welche Auswirkungen hat die Vorstellung von bis in den letzten Winkel der Welt wirksamen Erdveränderungen auf global-politische Entscheidungsfindungen? Und welches Menschenbild fordert die Idee einer menschengemachten Natur heraus?

Das Anthropozän-Projekt nähert sich diesen Fragen mit Dialogen, Erzähl-Inseln, Keynotes, künstlerischen Interventionen, Lecture Performances, Roundtables, Research-Foren, Konzerten, Installationen, Filmen, Gameshows, Ausstellungen, Konferenzen und vielem mehr. Das Projektprogramm ist vielfältig und besteht aus unterschiedlichen Themenblöcken, die in verschiedenen Projektwochen bearbeitet werden wie z.B. „Unmenschliche Musik“ oder „The Whole Warth“. Dem/der TeilnehmerIn der Umfrage ist insbesondere das Plakat „Ist das Anthropozän schön?“, welches oben zu sehen ist, in Erinnerung geblieben.

Weiterführende Links

Anthropozän-Projekt im Netz

Rezension über die Ausstellung "The Whole Earth"



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Green Spots

 Der Videowettbewerb „Green Spots“ rief 2012 PartyliebhaberInnen dazu auf, einminütige Spots zum Thema umweltfreundliches Feiern einzureichen. Durch die Aktion sollten gezielt junge Leute angesprochen und dazu angeregt werden sich kreativ mit dem Thema Umweltschutz auseinanderzusetzen. Die Aktion verbindet Umweltschutz mit den Themen „Feiern“ und „Neue Medien“ und setzt dabei auf eine aktive Teilnahme der Zielgruppe. Die Initiatoren des Wettbewerbs, der Verein „Sounds for Nature“ und der Ökostromanbieter „NaturWatt“ waren sich sicher, dass Klimaschutz-Videobotschaften junge Menschen ansprechen, ihren Spieltrieb herausfordern und in Erinnerung bleiben.

Für den Wettbewerb wurde der YouTube Kanal „Green Spots“ eingerichtet. Dort warben in einem Trailer die KünstlerInnen Gentleman, Donot, The Subways und Jupiter Jones für den Wettbewerb. Auch die TeilnehmerInnen des Wettbewerbs luden ihr selbstgedrehtes Video auf dem YouTube Kanal hoch. Das Medium YouTube Kanal eignet sich gut für Aktionen die ein junges Publikum ansprechen und ist in der Regel mit keinen Kosten verbunden.

Insgesamt luden 19 Festival- und Partyfans aus Deutschland ihre kreativen Ideen für ein nachhaltiges Feier-Verhalten hoch. Der Wettbewerb wurde mit einem Preisgeld von 3000 Euro prämiert, das die Gewinner des 1.- 3.Preises sowie des Publikumspreises unter sich aufteilten. Eine Jury aus VertreterInnen des Film- und Nachhaltigkeitsbereiches (Thorin Oeß, Stefan Faber, Elmar Sommer, Susanne Roth, Holger Jan Schmidt, Imke Allendorf, Michaela Ehrt) sowie das Publikum selbst zeichneten die Gewinner aus. Das Publikum konnte über den YouTube Kanal abstimmen.

Chris Brandl, freier Autorenproduzent und Videograph aus Berlin, belegte mit seiner sinnbildlichen Darstellung des Kapazitätsproblems der Welt den ersten Platz. Der Spot zeigt einen jungen Mann, der eine Blechdose in einen öffentlichen Mülleimer wirft. Dabei löst sich der Boden des Behälters und der komplette Inhalt fällt auf den Fußweg. „Alles hat seine Grenzen. Vermeide Müll statt ihn zu produzieren“, lautet die Message. Dieses Konzept überzeugte die Jury, weil es die moralische Ernsthaftigkeit der Themas Nachhaltigkeit mit einem künstlerischen, humorvollen Ansatz besonders gelungen verknüpft. Auch dem/der UmfrageteilnehmerIn ist dieses Video in Erinnerung geblieben, da es die Grenzen des Wachstums auf den Punkt gebracht habe.

Weiterführende Links

green-responsibility.de
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Grüne Städte - Zeitreise 2030


Die Erlebnisausstellung „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ war eine interaktive Ausstellung mit Blick in die Zukunft, sehr plastisch, mit vielen Zukunftsbildern und Anregungen, lebendig und unterhaltsam, provokativ, teils stark überzeichnet und entsprechend anregend. Die Ausstellung war Teil des gleichnamigen Projektes, das der Wissenschaftsladen Hannover e.V. mit dem Stadtteilzentrum Freizeitheim Vahrenwald unter der Schirmherrschaft des Politikers Hermann Scheer zwischen 2010-2012 durchführte.

Das Projekt „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ gliederte sich in drei aufeinander aufbauende Stufen (Konzept-, Gestaltungs- und Pilotphase). Den Kern des Projektes bildete der Entstehungsprozess der Ausstellung. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen entstand eine lebendige Zukunfts-Welt, erfunden von der „Generation Morgen“ gemeinsam mit WissenschaftlerInnen, UnternehmerInnen und anderen gesellschaftlichen VisionärInnen. Hier zeigte sich, dass im Bereich Lebensstilwandel die Einbindung von „Laien“ wichtig ist. Mitmachen konnten Jugendliche ab der 8. Klasse sowie einzelne TeilnehmerInnen ab 16 Jahren.

Über 150 Jugendliche gestalteten die Erlebnisausstellung. Leitmotiv war eine nachhaltige Stadtentwicklung, die sogenannte „Grüne Stadt“. Dazu wurden Texte geschrieben, Spielsequenzen entworfen, Videos gedreht und Audio-Podcasts gesprochen. Es wurden Informationen in unterschiedlichsten Medien aufbereitet und mit anderen Exponaten für die Ausstellungs-Welt zur Verfügung gestellt. Das Projekt aktivierte die Jugendlichen für das Thema Zukunft und Umwelt und förderte ihre Schlüsselqualifikationen sowie Gestaltungs- und Handlungskompetenzen. Politische Beteiligung, interkultureller Austausch und kreative Prozesse wurden durch die qualifizierenden Inhalts- und Methodenworkshops ermöglicht.

Die Ausstellung zum Mitmachen konnte von September bis November.2011 im Freizeitheim Vahrenwald von BesucherInnen ab 14 Jahren besucht werden. Jede/r BesucherIn machte seine/ihre eigene Zeitreise und erlebte Zukunft im Spannungsfeld eigener Bedürfnisse und Zukunftsbilder.

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Lindenstraße

Die Lindenstrassenfolge „Suche Klima – Biete Schutz“ wurde im August 2008 ausgestrahlt. Das Beispiel wird als „Entertainment Education“ bezeichnet.

Es ist ein Beispiel dafür wie ein sehr populäres Format mit einer hohen Reichweite auf das Thema Nachhaltiger Konsum aufmerksam machen kann. Bei der Entwicklung und Umsetzung der Folge kooperierte das Lindenstraße-Team sowohl mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München als auch mit dem Bundesumweltministerium. In der Folge findet ein Klimafest auf dem Marienplatz statt, das dann auch in der realen Welt stattfand. So wurde gleichzeitig Werbung für das Fest gemacht.

Inhalt der Folge: Auf dem Bildschirm vermittelten Helga Beimer, die „Mutter der Nation“, und viele andere in ihren Gesprächen zahlreiche nachhaltige Konsumtipps, z. B. den, dass der Konsum regionaler und vor allem saisonaler Produkte CO2-sparender ist als der Kauf von Tiefkühlprodukten. Am Ende der Sendung rief Mutter Beimer zum Start einer Fahrradrallye auf: „Setzen wir uns ein für unser Klima, setzen wir uns ein für unsere Umwelt – auf zum Marienplatz!“ Während die DarstellerInnen in der Sendung gemeinsam zum Marienplatz in München radelten, um dort ein Klimafest zu feiern, waren die Planungen des realen Umweltfestes in München in vollem Gange.

Die Folge bietet Orientierung und zeigt positive Handlungsspielräume auf.

Weiterführende Links

Folge bei lindenstrasse.de ansehen

Beitrag im Jahrbuch Ökologie 2013 (pdf)



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