Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


Man kann das Glossar über das Suchfeld und das Stichwortalphabet durchsuchen.

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Earth Hour

Die Earth Hour, vom World Wide Fund for Nature initiiert, ist eine erfolgreiche, weltweite Umweltschutzaktion, die 2013 eine Rekordbeteiligung verbuchen konnte. Millionen Menschen schalteten eine Stunde lang zur gleichen Zeit ihr Licht aus. Durch das Abschalten der Beleuchtung wird ein Zeichen gegen Energieverschwendung und für den Klimaschutz gesetzt. Die Aktion fand 2013 bereits zum siebten Mal statt. Beeindruckend ist für viele BesucherInnen vor allem, wenn unzählige Sehenswürdigkeiten 60 Minuten lang im Dunkeln versinken. Dies wurde auch von den TeilnehmerInnen der Umfrage genannt, die sich auf Aktionen in Marburg und Frankfurt am Main bezogen.

An der Earth Hour 2013 waren in Deutschland 144 Städte beteiligt. Die Marienkirche in München, der Kölner Dom, die Skyline Frankfurts, das Landgrafenschloss, die Elisabethkirche und das Rathaus in Marburg und vieles andere blieben für eine Stunde im Dunkeln.

An der Earth Hour kann sich jede/r BürgerIn individuell beteiligen indem er/sie das Licht abschaltet. Durch solche gemeinschaftlichen, etablierten Aktionen im Klimaschutz, kann ohne viel Aufwand Bewusstsein geschaffen werden. In Frankfurt wurde letztes Jahr die Earth Hour im Rahmen des Programms Frankfurt spart Strom vom Städtischen Energiereferat mitorganisiert. Diese nutzten ihre langjährigen Kontakte zu BesitzerInnen und MieterInnen der Frankfurter Hochhäuser sowie ihre kurzen Wege zu den Zuständigen für die Beleuchtung städtischer Immobilien, um einen möglichst großen Teil der Stadt abzudunkeln. Ohne ihre Einbindung wäre die „Abdunkelung“ der Stadt sicherlich nicht so effektvoll gewesen.

Kommunen oder andere Akteure können zudem durch parallele Aktionen vor Ort eigene Klimaschutz-Botschaften vermitteln und lokale Akzente setzen, die den BürgerInnen im Gedächtnis bleiben. Die Stadt Frankfurt zum Beispiel führte auf dem ebenfalls abgedunkelten Platz vor dem Frankfurter Rathaus eine Mitmachaktion durch. Alle TeilnehmerInnen an der Earth Hour Frankfurt wurden eingeladen, sich persönliche Maßnahmen für den Klimaschutz zu überlegen und diese schriftlich festzuhalten. Somit wollten die Veranstalter erreichen, dass das Engagement für den Klimaschutz über die Earth Hour hinausreicht. Diese persönlichen Vorsätze von FrankfurterInnen wurden auf Papiertüten geschrieben, mit einer Kerze gefüllt und zum Windlicht umfunktioniert. 1800 Windlichter wurden so aufgestellt, dass sie die Frankfurter Skyline nachbildeten. Die einzelnen Vorsätze wurden fotografiert und können auf der Webseite der Stadt Frankfurt angeschaut werden.

Weiterführende Links

Earth-Hour 2013

Earth-Hour in Frankfurt 2013


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Energieavantgarde

Ziel der Energieavantgarde ist es, die Nutzung erneuerbarer Energien voranzutreiben und die damit verbundene Entwicklung von Zukunftstechnologien voranzutreiben. Hier ist insbesondere eine bessere Vernetzung der Akteure aus Wirtschaft, Kultur, Forschung, Bildung und Politik zur Schaffung von Synergien und zur Entwicklung von Modellvorhaben wichtig. Der Startschuss fiel im April 2013, seitdem hat ein Team, bestehend aus Thema1 GmbH, BTE Tourismus- und Regionalberatung und 100% erneuerbar stiftung im Auftrag der Stiftung Bauhaus Dessau eine Bestandsaufnahme und Ideensammlung für die Energieavantgarde Region Anhalt durchgeführt. Die Stiftung Bauhaus Dessau hat sich in den Jahren ihres Bestehens als bedeutende Wissenschafts- und Forschungseinrichtung zur Bauhausgeschichte und gestalterischen Problemstellungen der Gegenwart entwickelt. Das Bauhaus Dessau ist eine impulsgebende Adresse für Architektur, Design und darstellende Kunst.

Dank des Engagements und Interesses regionaler Akteure konnten in der (Zukunfts-)Werkstatt „Energie & Innovation“ nächste Schritte für das Projekt „Ein regionales Stromprodukt für Anhalt – von der Vision zum Experiment“ beschlossen werden. Auf einem Kolloquium im September 2013 wurden die Ergebnisse vorgestellt und der Weg abgesteckt, den die regionalen Partner thematisch und zur Verstetigung und Institutionalisierung der Kooperation beschreiten wollen.

Folgende weitere erste Arbeitsschritte werden derzeit ausgeführt:

Schlüsselprojekte der Energiewende an nicht zugänglichen Orten sollen für Besucher an einem Aktionswochenende geöffnet werden, Idee eines „klimaneutralen und emissionsfreien Urlaubs“, European Route of Industrial Heritage.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entwickelt derzeit mit dem Projektträger Jülich, der Stiftung Bauhaus Dessau und deutschen Hochschulen den Wettbewerb „Energy Avantgarde“. Ziel der Initiative ist ein Exzellenzwettbewerb für die Nachwuchsförderung in der Architektur- und Ingenieurausbildung sowie die Stärkung von Forschung und Entwicklung für neue Systemlösungen auf dem Gebiet der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien im gebauten Bestand der Städte.

Die Ferropolis GmbH arbeitet mit der Green Music Initiative daran, die Veranstaltungen auf Ferropolis im Sinne der Energiewende in Zukunft vollständig mit dem vor Ort erzeugten Solarstrom versorgen zu können. Das dreitägige Melt! Festival mit 20.000 Besuchern verbraucht etwa 80.000 kWh. Im Sommer 2013 wurde erstmalig ein Speicher der Firma Adensis versuchsweise eingesetzt, um die vor Ort mit Photovoltaikanlagen gewonnene Energie gezielt für Events vorhalten zu können – eine Technologie, zu der auf dem Markt noch keine geeigneten Produkte vorhanden waren.

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen für die Regionalentwicklung.

Interessant ist die Verbindung der Themen Energie und Umwelt mit der Wirtschaftsförderung, und hier auch mit Tourismus. Der/die Umfrage-TeilnehmerIn findet bemerkenswert, dass unterschiedliche Akteure eine Kultur der Energieeffizienz und des bewussten Umgangs mit Energie bzw. Ressourcen vorantreiben wollen. Für sie/ihn wird dadurch deutlich, dass die Frage der Energiewende, welche unvermeidlich mit dem Klimaschutz einhergeht, mehr benötigt als den Blick auf Preise und die Angebotsseite. Ein komplexes Projekt, das eine High-Tech Solution nicht nur für die Umwelt, sondern für die wirtschaftliche Entwicklung der Region vorantreiben möchte.

Weiterführende Links

http://www.energieavantgarde.de/

http://www.bauhaus-dessau.de/energieavantgarde-anhalt.html