Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


Man kann das Glossar über das Suchfeld und das Stichwortalphabet durchsuchen.

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Science Theater

Das „Freiburg Scientific Theatre“ setzt Schauspiel ein, um wissenschaftliche Zusammenhänge zum Thema Nachhaltigkeit in einer unterhaltsamen und innovativen Weise zu vermitteln. Der Ansatz entspricht der Überzeugung, nachhaltige Entwicklung durch einen vielfältigen und ansprechenden gesellschaftlichen Dialog mit verschiedenen Medien vorantreiben zu können.

Das Science Theater wurde von Studenten des Studiengangs Environmental Governance der Universität Freiburg gegründet, die im Laufe ihres Studiums erkannten, dass die üblichen Methoden zur Kommunikation wissenschaftlicher Zusammenhänge es nicht schaffen die Zuhörer emotional anzusprechen und zum Aktivwerden zu motivieren. Die Bühne und die Schauspielkunst bieten ihrer Meinung nach eine Plattform, auf der Kritik, Tabus und radikale Ideen erlaubt sind.

Angelehnt an Methoden aus der Entwicklungszusammenarbeit entwickelten sie daher für ihr selbst-organisiertes Event „The 5th Annual Freiburg Forum on Environmental Governance“, das im März 2012 stattfand, die Scientific Science Theatre Methode. Mit ihr werden wissenschaftlichen Inhalten und abstrakten Konzepten „Leben“ eingehaucht, indem sie mit Witz und Dramaturgie in Geschichten dargestellt werden.

Das Scientific Theatre sieht sich als Mediations-Initiative. Es eröffnet Dialogfreiräume zum Thema Nachhaltigkeit, die alle Teile der Gesellschaft erreichen. Vor allem wollen die SchauspielerInnen neben dem Verstand auch das Herz ansprechen und persönliche Erfahrungen statt nüchternem Informationsaustausch bieten. Das heißt auch, dass sich das Science Theatre auf einen Dialog mit den Zuschauern einlässt. Außerdem möchte das Theater zwischen Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit vermitteln, denn nicht nur junge Menschen werden durch lebendige Inhalte leichter erreicht als durch die herkömmlichen Mittel der wissenschaftlichen Lehre.

Das Pionierstück „Setting the Stage for Sustainable Consumption“ stellt die Erfahrung einer Gruppe von BürgerInnen dar, die den Weg zu mehr Bewusstsein über nachhaltigen Konsum gemeinsam gehen. Dabei probieren sie verschiedene Lösungsansätze aus und erleben so das Dilemma zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Auf humorvolle, persönliche, emotionale und nachvollziehbarer Weise beschäftigen sich die Charaktere mit diesen Dilemmata.

Weiterführende Links

scientific-theatre.de



Schlagwörter:
Eingabelink: Science Theater

Shoebag

Seit 1996 bedient die Desingerin Astrid Jansen mit ihrem gleichnamigen Label sowie mit dem Label Playbag einen internationalen Kundenstamm. Ihre Spezialität ist das Upcycling. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus den englischen Worten für „hoch“ und „Wiederverwertung“ und betont die stoffliche Aufwertung von Abfallprodukten und vermeintlich nutzlosen Stoffen. Die Wiederverwertung von bereits vorhandenem Material reduziert die Neuproduktion von Rohmaterialien und verringert damit Energieverbrauch, Luft- und Wasserverschmutzung sowie Treibhausgasemissionen. Es können sich beliebig viele Werteketten (die Stufen des Transformationsprozesses, die ein Produkt oder eine Dienstleistung durchläuft, vom Ausgangsmaterial bis zur endlichen Verwendung) aneinanderreihen. Je länger das Produkt im Kreislauf gehalten wird, umso wertvoller ist es im klimafreundlichen Sinne.

Seit 2009 sorgt der „Shoebag“ von Astrid Jansen für Furore. Das Kunstwerk, beziehungsweise die Handtasche, besteht aus einem ausrangierten Damenschuh und aus ausrangiertem Sitzmöbel-Leder. Das Objekt ist ein Beispiel dafür, dass durch Kreativität die übliche Wertekette verlängert werden kann. Es gab mehrere Ausstellungen, regional und international, die das Objekt zeigten. Der “Shoebag“ ist unter anderem im Virtual Shoe Museum zu sehen und wurde im GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig und in der Cheongju International Craft Biennale 2013 in Korea ausgestellt.

Weiterführende Links

Astrid Jansen

Shoebag auf der Biennale in Südkorea

NextCycle

Eingabelink: Shoebag

Solidarische Landwirtschaft Darmstadt

Im Herbst 2011 hat sich die SoLaWi in Darmstadt gegründet. Ihre Vision ist es, eine Vielfalt an frischen, gesunden Lebensmitteln aus der Region zu beziehen und es gleichzeitig den LandwirtInnen zu ermöglichen, weitestgehend frei von kapitalistischen Zwängen und somit wirklich nachhaltig und bedarfsorientiert zu wirtschaften.

Durch das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft kommen die ErzeugerInnen der Nahrungsmittel mit den VerbraucherInnen zusammen. Sie entscheiden basisdemokratisch, was im folgenden Jahr angebaut wird und kalkulieren die Kosten. Die Gruppe der KonsumentInnen steuert, meist im Voraus, die erforderlichen Mittel bei und wird dafür das ganze Jahr über mit Gemüse und anderen Hoferzeugnissen versorgt. Risiken wie Missernten werden in gemeinschaftlicher Verantwortung getragen. Überschüsse, wie sie im jetzigen System die Regel sind, werden vermieden – ebenso wie lange Transportwege mit all ihren Implikationen. Die Solidarische Landbewirtschaftung ist grundsätzlich nicht profitorientiert, sondern kostendeckend. Die Produkte werden in Depots in der Stadt für die KonsumentInnen zum Abholen bereitgestellt. Des Weiteren wird den KonsumentInnen bewusst, was zu welcher Jahreszeit in Deutschland überhaupt angebaut werden kann. In Darmstadt kann man sich als KonsumentIn und als ProduzentIn beteiligen.

In Darmstadt ist SoLaWi Teil der Transition Town Bewegung. Ferner gibt es ein loses deutsches Netzwerk von Gruppen Solidarischer Landwirtschaft. Die Idee entstand in den 1980er Jahren im deutschsprachigen Raum sowie in den USA, ausgehend von den Landwirten Trauger Groh und Robin Van En.

Für den/die TeilnehmerIn der Umfrage war das Beispiel insbesondere aufgrund seines sozialen Charakters wichtig, da viele gleichgesinnte Menschen für andere, die weniger Geld haben, mit bezahlen. Aus anderen Bereichen würde er/sie dies nicht kennen, weil jede/r nur noch „mit ausgefahrenen Ellenbogen“ hantiere.

Dem Projekt treten Menschen mit gemeinsamen Werten und Visionen bei, und dadurch entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, insbesondere durch den stark lokalen Bezug. Stärkere Bewerbung des Projektes würde dem Thema noch mehr Aufmerksamkeit geben und auch Menschen dafür interessieren, die sich bislang nicht mit konventioneller Landwirtschaft und ihren Folgen etc. auseinandergesetzt haben. Das Projekt ist eine Low-Tech Solution, mit einem gewissen organisatorischen Aufwand und nötigem landwirtschaftlichem Know-How.

Weiterführende Links

solawi-darmstadt.de

Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Eingabelink: Solidarische Landwirtschaft Darmstadt