Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


Man kann das Glossar über das Suchfeld und das Stichwortalphabet durchsuchen.

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Vorratskammer

 Die Künstlerinneninitiative myvillages.org wurde von der Kulturstiftung des Bundes und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin eingeladen, ein künstlerisches Projekt zu entwerfen und umzusetzen, das die Versorgung und Bewirtung der BesucherInnen des Festivals „Über Lebenskunst“ aus lokalen Ressourcen zum Thema hatte. Das Festival „Über Lebenskunst“ ist Teil des gleichnamigen Projektes des Haus der Kulturen der Welt, welches der Frage nachgeht, was das “gute Leben” in der globalen ökologischen Krise sein könnte.

Resultat der Arbeit von myvillages.org in Zusammenarbeit mit Thomas Sprenger war, dass alles was beim Festival „Über Lebenskunst“ im August 2011 getrunken oder gegessen wurde, aus einer „Vorratskammer“ kam, die seit Sommer 2010 mit Lebensmitteln gefüllt wurde, die in und um Berlin produziert wurden.

Die Künstlerinneninitiative nutzte dieses Jahr, um z.B. (potentielle) Produzenten zu treffen und zusammenzubringen, Lebensmittel zu sammeln und zu verarbeiten, zu pflücken und zu konservieren sowie Ackerflächen, Milchbauern und Schnapsbrennereien zu suchen. Die Vorratskammer wurde in Zusammenarbeit mit LandwirtInnen und KleingärtnerInnen, Freunden und Familien, mit Großbetrieben und Kleinsterzeugern, mit Spezialisten und Amateuren, mit Kommerziellen und Nichtkommerziellen, Berlinern, Zugezogenen und Durchreisenden gefüllt. Die KünstlerInnen interessierten sich für Neuproduktionen ebenso wie für Bewährtes, für kleine Mengen wie für Große, für Schlepper und Mähdrescher wie für Handarbeit, für neue Technologien wie für Rosenlimonade. Die Vorratskammer füllte sich durch Tausch, Kauf, durch eigenen Anbau, gemeinschaftliche Ernte, neue Produktentwicklungen und Geschenke.

Das Eingelagerte wurde auf dem Festival täglich unterschiedlich und für verschiedene Anlässe an Orten im und um das Haus der Kulturen der Welt zubereitet und den unterschiedlichen Gästegruppen angeboten. Während des Essens konnte über das woher, wie und warum geredet werden. Am Ende des Festivals war das Lager so gut wie leer.

Die KünstlerInnen hatten aber nicht nur eine Vorratskammer angelegt, sondern auch Geschichten über die Lebensmittelproduktion in und um Berlin erfahren und gesammelt. Das dokumentierende Buch und der Film berichten vom Brennen und Brauen, vom Rote-Beete-Puffen und Schweine-Zerlegen, vom Salatanstich und dem großen Aufessen.

Literatur

Vorratskammer / Pantry, Hg. Kathrin Böhm, Wapke Feenstra, Antje Schiffers, Thomas SprengerLiteratur – ISBN 978-3-942700-26-9 (argobooks), ISBN 978-94-90322-38-0 (Jap Sam Books)

Weiterführende Links

Vorratskammer bei myvillages.org
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