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Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.


Man kann das Glossar über das Suchfeld und das Stichwortalphabet durchsuchen.

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zur nachahmung empfohlen

Grundlage der Ausstellung ist die Annahme, dass die Endlichkeit der Energiereserven, der drohende Klimawandel sowie das Schwinden der Biodiversität bereits tief in die öffentliche Wahrnehmung eingedrungen sind. Es stellt sich dringlicher denn je die Frage nach individuellen Handlungsmöglichkeiten. „zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit“ ist die erste umfassende Ausstellung in der Bundesrepublik, die die kulturelle Dimension von Nachhaltigkeit ins Zentrum rückt, indem sie Verbindungen von Nachhaltigkeit mit Ästhetik herstellt. Über 40 nationale und internationale Positionen aus Kunst, Wissenschaft, Film und Architektur stellen sich den Fragen des Weiterlebens auf dem in jeder Hinsicht gefährdeten Planeten. Sie zeigt künstlerische Praktiken, die zur Erhaltung des Planeten beitragen und Einfluss auf bewusstes Konsumverhalten nehmen wollen, ökonomisch rentabel sind und künstlerische Positionen, in denen sich die Grenzen zwischen Kunst, Aktivismus und Erfindungen auflösen, und sich die Erfahrungen und Arbeitsweisen von Umweltinitiativen mit künstlerischen Herangehensweisen verbinden. Die Ausstellung wird von Gesprächsforen begleitet. Der/die TeilnehmerIn der Umfrage verweist auf die beindruckenden Plakate und die raumfüllenden Exponate.

Integraler Bestandteil des Konzepts ist, die Ausstellung touren zu lassen, um sie so der Schnelllebigkeit des Kunstmarktes zu entziehen und an jedem weiteren Ausstellungsort die Eigenheiten und Kompetenzen der lokalen, künstlerischen und wissenschaftlichen Ebene sowie die der Umweltaktivisten mit einflechten zu können. Nach dem Auftakt in den Uferhallen in Berlin-Wedding 2010, war „zur nachahmung empfohlen!“ im Kunstverein Gartow, im Umweltbundesamt und der Bauhausuniversität Dessau sowie in weiteren deutschen Städten zu sehen. Seit 2012 war die Ausstellung unter anderem in Bombay, Addis Abeba, Peking und Mexiko zu sehen.

Die Ausstellung „zur nachahmung empfohlen!“ baut unter anderem auf folgenden Hypothesen auf:

  • Die kulturelle und ästhetische Dimension des Klimaschutzes muss ins „Sinnenbewusstsein“ gerückt werden, um so der beobachtbaren „Vernutzung“ des Begriffs entgegen zu wirken.

  • Klimaschutz, der sich als gestaltend versteht, kommt nicht ohne Künste und Wissenschaften aus; von ihnen ist das Denken in Übergängen, Provisorien, Modellen und Projekten zu lernen.

  • Künstlerische Fragestellungen und Handlungskonzepte zielen zunehmend auf die vielschichtigen Handlungsfelder der Ökologie und immer stärker darauf, ihren gesellschaftlichen Resonanzraum zu vergrößern.

  • Nachhaltigkeit braucht einen Entwicklungsraum, in dem sich die multiplen Verknüpfungen des vorhandenen Reichtums an Wissen und Erfahrung in Künsten und Wissenschaften erst wirklich entfalten können sowie gleichzeitig die Idee, dass jede/r Einzelne daran Anteil haben kann.

  • Klimaschutz braucht Wahrnehmungserweiterung im Zusammenwirken. Dafür müssen bewusst die Grenzen zwischen künstlerischer und technischer Kreativität aufgehoben werden, sowie die, zwischen Machbarkeit und Idee.

  • Die Sinnlichkeit ist im Klimaschutz das verbindende Element, wenn unterschiedliche, individuelle Dimensionen des Handelns gefordert sind.

  • neben technischen Innovationen und Werkstoffen braucht Klimaschutz partizipatorische Projekte und Netzwerke auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, zu Wasser und Klimawandel, Ökologie und Re-/Upcycling.

Der Projektträger der Ausstellung ist die Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit, vertreten durch die Stiftung- und Fördergemeinschaft Modellprojekte GmbH sowie eine Vielzahl weiterer Förderern und Medienpartner. Darüber hinaus setzt sich die Kuratorin Adrienne Goehler für einen Fonds für Ästhetik und Nachhaltigkeit ein, der in Zukunft ähnliche Projekte fördern soll.

Das Projekt „zur nachahmung empfohlen!“ erfuhr große Anerkennung für die anspruchsvolle Publikation, erschienen bei Hatje Cantz. Sie erhielt den Art Directors Club Award 2011 und den red-dot-award 2011 in der Kategorie editorial-design. Des Weiteren wurde es mit dem Mediensonderpreis der Deutschen Umwelthilfe und als Projekt der Werkstatt N des Rates für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

Weiterführende Links

z-n-e.info


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