Inspiration


Glossar Symbolbild: Glühbirne

Willkommen im Inspirations-Glossar!


Suchst Du Anregungen, wie Du das Thema „Kulturwandel für den Kommunalen Klimaschutz“ noch besser und phantasievoller kommunizieren kannst? Bei diesem Glossar wirst Du fündig. 

Vielleicht willst Du, beziehungsweise Deine Kommune, selbst ein klimakulturelles Projekt auf die Beine stellen. Oder Du bist einfach nur gespannt, was sich an der Schnittstelle von Kultur und Klimaschutz schon so alles getan hat. Dann wünschen wir viel Spaß beim Stöbern in den insgesamt elf Projektkategorien.

Wichtig: Natürlich ist unser Glossar keinesfalls vollständig. Wenn Du uns über weitere passende Projekte informieren möchtest, dann schreibe uns gerne eine Mail.



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Klimareise

Im Sommer 2013 wurde auf Initiative der Agentur Matahina Interior Styling und der Fotografin Marén Wirths das Kunstprojekt „Klimareise“ durchgeführt, das die fotografische Darstellung der Aktualität des lokalen Klimaschutzes und -wandels aus Sicht der KölnerInnen und an Kölner Beispielen zum Ziel hatte. Die Fotos verdeutlichen kreativ die Wechselwirkungen des Klimas in den Themenfeldern Natur/Umwelt, Mobilität/Verkehr, Kunst/Kultur und Gebäude/Architektur.


Das Projekt „Klimareise“ sollte insbesondere die unmittelbar Projektbeteiligten aber auch die AusstellungsbesucherInnen durch fotografische und pädagogische Interaktion zum Umdenken, positiven Handeln und Mitmachen im Sinne des lokalen Klimaschutzes anregen. Der/die TeilnehmerIn der Umfrage betont, dass insbesondere durch den künstlerischen Aspekt das Thema Klimaschutz viele Menschen erreichte.

Finanziert wurde das Projekt durch das Programm KlimaBausteine, das 2011 durch den KlimaKreis Köln GmbH ins Leben gerufen wurde. Der KlimaKreis wiederum ist eine Allianz aus 21 Klima- und Energieexperten namhafter Institutionen aus Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden im Raum Köln.

Erfolgsfaktoren des Projektes waren laut dem/r TeilnehmerIn der Umfrage die Projektfinanzierung, Begeisterung und künstlerische Aktion der Ideengeberin, sowie Übertragung ebensolcher Begeisterung und Aktion auf alle Mitwirkenden, sodass ein Umdenken und Handeln im Sinne des Klimaschutzes erreicht werden konnte. Sicherlich ist auch der Fokus auf das Lokale ein Erfolgsfaktor, da es ermöglicht das globale Thema Klima auf Manifestationen vor Ort herunterzubrechen. Das Projekt zeigt weiter, das kreatives Arbeiten im Klimaschutz entsprechende Netzwerke vor Ort benötigt.


Weiterführende Links

http://www.koeln-kann-nachhaltig.de/tags/ausstellung/

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Public Smog

Amy Balkin’s Kunst einzuordnen fällt schwer, im Grunde ist es ihre Fähigkeit zu abstrahieren. Auch zeigen ihre bisherigen Werke, dass sie versucht zu polarisieren um auf bestehende Probleme hinzuweisen. Auf der dOCUMENTA (13) im Jahr 2012 war Amy Balkin mit der Installation „Public Smog“ vertreten. Die Installation ist Teil des gleichnamigen Projektes das sie bereits 2004 initiierte. Ziel von Public Smog ist es, in der Atmosphäre einen „Park der sauberen Luft“ zu schaffen. Dazu sind eine Reihe konzeptioneller, gesellschaftlicher, ökonomischer und politischer Tätigkeiten und Gesten geplant.

Die Installation auf der documenta ist Teil der Bemühungen die Erdatmosphäre als UNESCO-Welterbe einzutragen. Für das offizielle Welterbe-Bewerbungsverfahren stellte Amy Balkin einen Katalog sämtlicher Kriterien zusammen, die die Atmosphäre als ein einzigartiges und schützenswertes Gut ausweisen. Die Installation besteht aus den Briefen, die Amy Balkin an UNESCO-Länder geschickt hat sowie deren Antworten. Die Künstlerin lädt die Länder in ihren Briefen ein, sich einzeln oder in Koalitionen an die Spitze des Projekts zu setzen, um das außergewöhnliche Verfahren voranzutreiben. Die Schriftstücke, die sich im Verlauf dieses Prozesses angesammelt haben, offenbaren die politischen Hindernisse, sich mit dem Klimawandel zu befassen, sowohl in multilateralen Prozessen als auch aufgrund der Interessen einzelner Staaten.

Durch die Inszenierung einer Petition schafft es Amy Balkin zudem den Zweck von gemein-samem Handeln greifbarer zu machen: Für einen Antrag an den Bundesumweltminister konnten BesucherInnen Petitionspostkarten unterschreiben. Der Appell verweist auf die Gefahren für die Atmosphäre durch Treibhaus-gase sowie die Sorge um die Auswirkungen des Klimawandels auf das materielle und immaterielle Kultur- und Naturerbe, das sich bereits auf der Weltkulturerbe-Liste der UNESCO befindet. 50.000 BesucherInnen unterschrieben die Petition und wurden somit Teil der Installation.

Zu den großen Herausforderungen, vor denen das Projekt steht, zählt die Tatsache, dass die Atmosphäre ein grenzenloses Reich ist. Üblicherweise dürfen nur Staaten Stätten innerhalb ihrer Grenzen nominieren sowie vor ihren Küsten gelegene Stätten, auf die sie politischen Anspruch erheben oder die sie gemeinsam vorschlagen. Die Petitionspostkarten wurden Umweltminister Altmaier überreicht, er lehnte die Petition jedoch ab.

Weiterführende Links

erhard-metz.de/2012/08/01/documenta-13-in-kassel-21/
publicsmog.org/

Grüne Städte - Zeitreise 2030


Die Erlebnisausstellung „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ war eine interaktive Ausstellung mit Blick in die Zukunft, sehr plastisch, mit vielen Zukunftsbildern und Anregungen, lebendig und unterhaltsam, provokativ, teils stark überzeichnet und entsprechend anregend. Die Ausstellung war Teil des gleichnamigen Projektes, das der Wissenschaftsladen Hannover e.V. mit dem Stadtteilzentrum Freizeitheim Vahrenwald unter der Schirmherrschaft des Politikers Hermann Scheer zwischen 2010-2012 durchführte.

Das Projekt „Grüne Städte - Zeitreise 2030“ gliederte sich in drei aufeinander aufbauende Stufen (Konzept-, Gestaltungs- und Pilotphase). Den Kern des Projektes bildete der Entstehungsprozess der Ausstellung. In Zusammenarbeit mit Jugendlichen entstand eine lebendige Zukunfts-Welt, erfunden von der „Generation Morgen“ gemeinsam mit WissenschaftlerInnen, UnternehmerInnen und anderen gesellschaftlichen VisionärInnen. Hier zeigte sich, dass im Bereich Lebensstilwandel die Einbindung von „Laien“ wichtig ist. Mitmachen konnten Jugendliche ab der 8. Klasse sowie einzelne TeilnehmerInnen ab 16 Jahren.

Über 150 Jugendliche gestalteten die Erlebnisausstellung. Leitmotiv war eine nachhaltige Stadtentwicklung, die sogenannte „Grüne Stadt“. Dazu wurden Texte geschrieben, Spielsequenzen entworfen, Videos gedreht und Audio-Podcasts gesprochen. Es wurden Informationen in unterschiedlichsten Medien aufbereitet und mit anderen Exponaten für die Ausstellungs-Welt zur Verfügung gestellt. Das Projekt aktivierte die Jugendlichen für das Thema Zukunft und Umwelt und förderte ihre Schlüsselqualifikationen sowie Gestaltungs- und Handlungskompetenzen. Politische Beteiligung, interkultureller Austausch und kreative Prozesse wurden durch die qualifizierenden Inhalts- und Methodenworkshops ermöglicht.

Die Ausstellung zum Mitmachen konnte von September bis November.2011 im Freizeitheim Vahrenwald von BesucherInnen ab 14 Jahren besucht werden. Jede/r BesucherIn machte seine/ihre eigene Zeitreise und erlebte Zukunft im Spannungsfeld eigener Bedürfnisse und Zukunftsbilder.

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Science Theater

Das „Freiburg Scientific Theatre“ setzt Schauspiel ein, um wissenschaftliche Zusammenhänge zum Thema Nachhaltigkeit in einer unterhaltsamen und innovativen Weise zu vermitteln. Der Ansatz entspricht der Überzeugung, nachhaltige Entwicklung durch einen vielfältigen und ansprechenden gesellschaftlichen Dialog mit verschiedenen Medien vorantreiben zu können.

Das Science Theater wurde von Studenten des Studiengangs Environmental Governance der Universität Freiburg gegründet, die im Laufe ihres Studiums erkannten, dass die üblichen Methoden zur Kommunikation wissenschaftlicher Zusammenhänge es nicht schaffen die Zuhörer emotional anzusprechen und zum Aktivwerden zu motivieren. Die Bühne und die Schauspielkunst bieten ihrer Meinung nach eine Plattform, auf der Kritik, Tabus und radikale Ideen erlaubt sind.

Angelehnt an Methoden aus der Entwicklungszusammenarbeit entwickelten sie daher für ihr selbst-organisiertes Event „The 5th Annual Freiburg Forum on Environmental Governance“, das im März 2012 stattfand, die Scientific Science Theatre Methode. Mit ihr werden wissenschaftlichen Inhalten und abstrakten Konzepten „Leben“ eingehaucht, indem sie mit Witz und Dramaturgie in Geschichten dargestellt werden.

Das Scientific Theatre sieht sich als Mediations-Initiative. Es eröffnet Dialogfreiräume zum Thema Nachhaltigkeit, die alle Teile der Gesellschaft erreichen. Vor allem wollen die SchauspielerInnen neben dem Verstand auch das Herz ansprechen und persönliche Erfahrungen statt nüchternem Informationsaustausch bieten. Das heißt auch, dass sich das Science Theatre auf einen Dialog mit den Zuschauern einlässt. Außerdem möchte das Theater zwischen Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit vermitteln, denn nicht nur junge Menschen werden durch lebendige Inhalte leichter erreicht als durch die herkömmlichen Mittel der wissenschaftlichen Lehre.

Das Pionierstück „Setting the Stage for Sustainable Consumption“ stellt die Erfahrung einer Gruppe von BürgerInnen dar, die den Weg zu mehr Bewusstsein über nachhaltigen Konsum gemeinsam gehen. Dabei probieren sie verschiedene Lösungsansätze aus und erleben so das Dilemma zwischen persönlichen und gesellschaftlichen Bedürfnissen. Auf humorvolle, persönliche, emotionale und nachvollziehbarer Weise beschäftigen sich die Charaktere mit diesen Dilemmata.

Weiterführende Links

scientific-theatre.de



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Anthropozän Projekt

Das Anthropozän-Projekt versteht sich als kulturelle Grundlagenforschung mit Mitteln der Kunst und Wissenschaft. Initiator ist das Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Mit dem Projekt soll das Konzept „Anthropozän“ des Chemikers und Nobelpreisträgers Paul J. Crutzen bearbeitet werden, der auch die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Kern seiner Aussage ist, dass unsere Vorstellung der Natur überholt ist, da der Mensch die Natur formt. Wir leben demnach in einem neuen geologischen Erdzeitalter. Diese Hypothese kündigt nicht nur einen Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften, sondern auch in Kultur, Politik und Alltag an.

Das transdisziplinäre Anthropozän-Projekt spürt deshalb zwei Jahre lang (10.01.2013 - 31.12.2014) mit wissenschaftlichen und künstlerischen Mitteln den mit dem Konzept des Anthropozän verbundenen neuen Positionierungen des „Menschlichen“ nach. Welches sind „blinde Flecke“ und unbeabsichtigte (soziale) Nebenwirkungen dieses Modells? Wie neuartig ist die Aufhebung des Gegensatzes von Mensch und Natur tatsächlich? Ist es noch möglich, in Begriffen wie „künstlich“ und „natürlich“ zu denken? Was bedeutet es für unser anthropozentrisches Selbstverständnis und unsere Zukunft, wenn die Natur menschengemacht ist? Welche Auswirkungen hat die Vorstellung von bis in den letzten Winkel der Welt wirksamen Erdveränderungen auf global-politische Entscheidungsfindungen? Und welches Menschenbild fordert die Idee einer menschengemachten Natur heraus?

Das Anthropozän-Projekt nähert sich diesen Fragen mit Dialogen, Erzähl-Inseln, Keynotes, künstlerischen Interventionen, Lecture Performances, Roundtables, Research-Foren, Konzerten, Installationen, Filmen, Gameshows, Ausstellungen, Konferenzen und vielem mehr. Das Projektprogramm ist vielfältig und besteht aus unterschiedlichen Themenblöcken, die in verschiedenen Projektwochen bearbeitet werden wie z.B. „Unmenschliche Musik“ oder „The Whole Warth“. Dem/der TeilnehmerIn der Umfrage ist insbesondere das Plakat „Ist das Anthropozän schön?“, welches oben zu sehen ist, in Erinnerung geblieben.

Weiterführende Links

Anthropozän-Projekt im Netz

Rezension über die Ausstellung "The Whole Earth"



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